Mit einer speziellen Farbe sollen russische Panzer für den Feind unsichtbar gemacht werden. Bereits im vergangenen Jahr wurde auf dem Übungsgelände in Tschebarkul Feldtests der innovativen, absorbierenden und dekontaminierenden Beschichtung durchgeführt. Damit soll auch der neue T-14 Kampfpanzer getarnt werden.

 
Für den russischen T-50-Kampfjet entwickelte der russische Konzern „Radioelektronnije Technologii“ das System „Himalya“, welches die Tarnkappentechnik gegnerischer Kampfflieger neutralisieren soll. Damit soll die Störsicherheit und Kampflebensdauer des russischen Jagdfliegers der 5. Generation erhöht und die Tarnkappentechnik feindlicher Jets zugleich maßgeblich neutralisiert werden.

 

Unter Tarnkappentechnik werden alle Techniken verstanden, die eine Ortung von einem Flugzeug, Fahrzeug oder einem Schiff erschwert oder unterdrückt wird. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf die Radarortung durch feindliche Aufklärung, die erschwert oder unmöglich gemacht werden soll. Die Absorbierung von Radar- oder Infrarotstrahlung spielt dabei eine wichtige Rolle. Tarnkappen-Bomber wie der F-22 Raport oder die Suchoi T-50 werden durch Tarnkappentechnik vor Zielaufklärung geschützt.

 

 

 

 

Die Anfänge wurden im Zweiten Weltkrieg gemacht, als die IG Farben mit dem deutschen Physiker Johannes Jaumann einen Überzug entwickelten, der die feindlichen Radarwellen „verschluckt“ oder, anders gesagt, eine aufkommende Radarwelle wird durch eine Stützschicht absorbiert, wobei die Wellenenergie im Idealfall vollständig in Wärme umgewandelt wird. Zudem wird durch (elektronische) Maßnahmen der Gegenwirkung gegen technische Aufklärungsmittel des Gegners unterstützt. Elektronische Kampfführung wird zusammen mit chemisch-physikalischen Methoden kombiniert, um die feindliche Aufklärung zu bekämpfen.  

 

 

Eine spezielle „Wunderfarbe“ soll laut dem Pressedienst des Zentralrussischen Militärbezirks zufolge dafür sorgen, dass russische Panzer für die Feindaufklärung unsichtbar werden. Auch Nachtsichtgeräte, die mittels Infrarotlicht in der Nacht feindliche Ziele erhellen, sollen nicht in der Lage sein, einen russischen Kampf-oder Schützenpanzer zu erkennen, da diese Farbschicht Infrarotlicht nicht durchdringen lässt. Selbst mit dem Einsatz von Aufklärungsdrohnen war es kaum möglich, die Panzer aufzuklären.

 

 

 

Selbst gegen Strahlung soll diese Wunderfarbe resistent sein, so dass die Panzerbesatzung selbst eine Kernexplosion überleben könne. Das berichtet Konstantin Latschichin, Sprecher des Herstellers, der Agentur Radio Sputnik. Über die ersten Test der russischen Tarnkappen-Technik wurde bereits im Oktober 2015 berichtet. Auch die russischen Marschflugkörper des Iskander-M-Raketensystems werden damit getarnt. Selbst die Berliner „Die Welt“ ist von der Wirkung beeindruckt.

 

Von Christian Saarländer