Ein französischer Staatsbürger, der Terroranschläge im Vorfeld der Euro-2016 geplant haben soll, ist an der ukrainisch-polnischen Grenze mit einem beachtlichen Waffenarsenal festgenommen worden, wie der TV-Sender M6 Info berichtet. Laut Newsru.com hat der ukrainische Grenzdienst die Festnahme bestätigt.

 

„Ich kann ihnen sagen, dass so etwas passiert ist, aber das alles liegt im Bereich des Sicherheitsdiensts der Ukraine“, so ein Pressesprecher des Grenzdienstes.

 

Der 25-jährige Franzose hat in seinem Auto Waffen, drei Granatwerfer, über 100 Kilogramm Sprengstoff, etwa tausend Bombenzünder sowie mehrere Maschinenpistolen Typ Kalaschnikow transportiert. Er sei den Polizeidatenbanken bislang noch unbekannt.

 

Der junge Mann war am 21. Mai von den ukrainischen Grenzbeamten gefangengenommen worden und befinde sich momentan in ukrainischer Haft. Dort erwarte er seine baldige Auslieferung nach Frankreich.

 

Französische Sicherheitskräfte haben derweil sein Haus durchsucht und da Sprengstoff und ein T-Shirt mit der Bezeichnung einer rechtsextremistischen Organisation entdeckt, so M6 Info.

 

In Frankreich gilt seit den Anschlägen von Paris im November die höchste Terrorwarnstufe. Mitte Mai hatte die französische Nationalversammlung den nach den Pariser Anschlägen im November 2015 eingeführten Ausnahmezustand um weitere zwei Monate bis Ende Juli verlängert. Die besonderen Sicherheitsmaßnahmen sollen während der Fußball-Europameisterschaft und bei der Tour de France gelten. Zuvor hatte auch der französische Inlandsgeheimdienst vor neuen Formen von Terroranschlägen auf größere Menschenansammlungen während der Fußball-EM 2016 in Frankreich gewarnt.

 

Quelle: Sputniknews