Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) schießen auf zivile Einwohner des irakischen El-Falludscha, die sich durch die Flucht aus der Stadt retten wollen, teilt der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) mit.

 

Wie AFP unter Berufung auf NRC meldet, schießen die Extremisten wahllos auf Menschen, die sich über den Eufrat überzusetzen versuchen. Das sei die einzige Möglichkeit, die von Kämpfen erschütterte Stadt zu verlassen, so NRC. Dem Rat zufolge ist die Zahl der getöteten Fluchtwilligen nicht bekannt.

 

NRC berichtet auch, dass in den zwei Wochen nach dem Beginn der Operation der irakischen Regierungstruppen zur Befreiung von El-Falludscha etwa 18.000 Menschen in Flüchtlingscamps eingetroffen sind.

 

El-Falludscha in der westirakischen Provinz Anbar war Anfang 2014 vom IS erobert worden. Der irakische Premier Haider al-Abadi hat in der Nacht zum 23. Mai den Beginn der Operation zur Befreiung der Stadt bekanntgegeben.

 

Die Militäroperation wird von irakischen Truppeneinheiten und schiitischen Volkmilizen mit Unterstützung der internationalen Koalition durchgeführt.

 

Der IS benutzt El-Falludscha, das 65 Kilometer westlich von Bagdad gelegen ist, als Aufmarschgebiet für Angriffe gegen die irakische Hauptstadt.