In der Türkei melden es bereits erste Medien: Nach der sich abzeichnenden Verzögerung für die Visafreiheit der 80 Millionen Türken hat die Türkei das Rücknahme-Abkommen mit der EU gestoppt. Ohne Visafreiheit keine Rücknahme mehr der illegal (aus der Türkei) eingereisten Flüchtlinge, so Erdoğan, in seiner gewohnt erpresserischen Art.

 

Bei Tätern aus der organisierten Kriminalität ist dieses Verhalten oft zu beobachten, Schutzgelderpresser werden mit jeder eingetriebenen Geldzahlung immer dreister. So muss man sich am Anfang mit aller Entschiedenheit gegen die Erpressung wehren.

 

Denn die Forderungen steigen im Anschluss kontinuierlich, und der letzte verbliebene Respekt vor dem Erpressten verschwindet vollends. Sollte das Opfer in einem letzten Akt des Widerstands aufbegehren, fällt die Reaktion des Täters umso brutaler aus.

 

Denn dieser hat sich mittlerweile eingeredet, er befände sich im Recht, und das rückgratlose Opfer habe gefälligst, wie in der Vergangenheit, seine Forderungen schnellstens zu erfüllen.

 

Die Beziehungen zwischen Erdoğan und Merkel und die sie anführende EU befinden sich im Moment ziemlich genau an dieser Stelle. Erst das Aufbegehren des EU-Parlaments gegen die Visafreiheit, weil die Türkei ihr umstrittenes Antiterrorgesetz nicht ändern will.

 

Mit Hilfe dieses Paragrafen werden in der Türkei alle verfolgt, drangsaliert und eingesperrt, die sich den Allmachtansprüchen Erdoğans AKP nicht unterordnen: Journalisten, Politiker, Polizisten und selbst Schüler, die einen kritischen Facebook-Kommentar posten.

 

Widerspruch aus der EU ist der Sultan nicht mehr gewohnt, seit Merkel die Sicherheit des ganzen Kontinents in die Hände dieses Despoten gelegt hat. Und dann besitzt der Bundestag auch noch die Frechheit, mit der Armenien-Resolution den türkischen Völkermord an den christlichen Armeniern festzustellen.

 

 

Merkels Flüchtlingspolitik ist gescheitert

 

Der Schutzgelderpresser Erdoğan ist nun doppelt vor den Kopf gestoßen. Nicht nur, dass sein bisheriges Opfer (die EU) sich weiteren Forderungen widersetzt, jetzt beleidigt der bisher Erpresste auch noch die stolze türkische Nation.

 

Dabei ist der armenische Völkermord historisch eindeutig belegt und wird von keiner seriösen Quelle infrage gestellt. So verkündet dann auch ein hochrangiger Mitarbeiter des Außenministeriums in Ankara laut der türkischen Zeitung Aksam, dass der Merkel-Deal gestoppt ist, so lange, bis Erdoğans Forderungen erfüllt sind.

 

Die Zeitung berichtet weiter, dass der türkische Außenminister dies dem Vize-Präsidenten der EU-Kommission Frans Timmermans bereits am 29. Mai in Antalya mitgeteilt hat.

 

Seit einer Woche ist dieser Deal also gestorben: Auch die türkische Nachrichtenagentur AB Haber verbreitet aus Brüssel die spektakuläre Nachricht. Der deutsche Mainstream schweigt dazu. Keine Doppelseite in der Bild. Keine Sondersendungen bei ARD und ZDF. Nur die Badische Zeitung greift diese Meldung bisher auf.

 

Dabei bedeutet diese Entwicklung nichts Geringeres als das Versagen von Merkels komplettem Ansatz in der Flüchtlingskrise. Merkel ist gescheitert.