Osnabrück. Köln, Berlin, Darmstadt: In diesen drei Städten wurden bei Festivals Frauen von Asylbewerbern massiv sexuell belästigt. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert ein härteres Vorgehen mit Haft und Abschiebung — und mehr Video-Überwachung öffentlicher Plätze.
 

Gewerkschaftschef Rainer Wendt verlangt das klare Signal: „Wer grabscht oder prügelt, den schicken wir wieder nach Hause.“

 
Als Vorbeugung gegen massive sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge wie in der Kölner Silvesternacht fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ein härteres Vorgehen gegen Asylbewerber und mehr Video-Überwachung. Vor dem Deutschen Präventionstag in Magdeburg (6./7. Juni) sagte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, in einem Gespräch mit unserer Redaktion: „Die Täter müssen eine sofortige Reaktion des Staates spüren.“

 

Solch gewalttätige Asylbewerber müssten sofort in Haft kommen und dort den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Aus der Haft heraus müsse dann die Abschiebung erfolgen. „Das wäre ein deutliches Signal an die Täter: Wer grabscht oder prügelt, den schicken wir wieder nach Hause“, sagte Wendt. Bislang würden oft nur die Personalien der Täter festgestellt und sie blieben auf freiem Fuß. „Dadurch fühlen Täter sich ermutigt und bestätigt“, kritisierte der Gewerkschaftschef. Manche tauchten unter.
Wendt forderte, öffentliche Plätze verstärkt mit Video-Kameras zu überwachen:

 

„Die Beweisführung bei solchen Übergriffen ist extrem schwierig, deshalb brauchen wir mehr mobile Video-Überwachung.“

 

Dies könne auch bei ausgewählten Veranstaltungen erfolgen wie etwa bei Festivals oder Fußballveranstaltungen. Beim Musikfestival „Schlossgrabenfest“ in Darmstadt hatten jüngst 26 Frauen sexuelle Übergriffe von Männer aus dem südasiatischen Raum gemeldet.

 

„Wir müssen mit weiteren Vorfällen rechnen“, sagte Wendt. In der Silvesternacht waren in Köln mehrere hundert Frauen belästigt worden, zumeist von Asylbewerbern.

 

Der 21. Deutsche Präventionstag findet am 6. und 7. Juni in Magdeburg statt. Das Kongressthema lautet: „Prävention und Freiheit“.