Nach den Meldungen, Deutschland betrachte Russland nicht mehr als Partner, hat der Botschafter der Bundesrepublik in Moskau, Rüdiger Freiherr von Fritsch, versichert, die Diplomaten beider Staaten würden alles in ihrer Kraft Stehende tun, um die deutsch-russischen Beziehungen gut zu gestalten.

 

Damit reagierte der Botschafter auf Medienberichte der letzten Tage, Deutschlands neue Verteidigungsstrategie werde Russland als Rivalen einstufen. Diese Berichte bezeichnete der Diplomat als „Spekulationen“, da das Dokument aus dem deutschen Verteidigungsministerium bislang weder verabschiedet noch veröffentlicht worden sei.

 

„Wir arbeiten hart daran, tun alles, was wir können, damit es zu guten deutsch-russischen Beziehungen keine Alternative mehr gibt“, sagte von Fritsch am Dienstag bei der Eröffnung der Konferenz „Deutsch-russische kommunale Partnerschaften – Auf dem Weg von Karlsruhe 2015 nach Krasnodar 2017“. Organisator der Veranstaltung in der russischen Gesellschaftskammer ist das Deutsch-Russische Forum.

 

Erstmals seit 2006 erneuert die deutsche Bundesregierung ihr Weißbuch. Das vom Verteidigungsministerium verfasste, 80 Seiten umfassende Werk soll noch vor der Sommerpause vom Kabinett beschlossen werden. Medienberichten zufolge heißt es darin, dass für Deutschland Russland kein Partner mehr, sondern ein Rivale sei.