Eine Gallup-Umfrage zeigt: Die Österreicher sind im EU-Vergleich jene, welche die Rolle der USA mit der meisten Kritik sehen. Auch bei den Deutschen überwiegen die Kritiker gegenüber den Pro-Amerikanern.
 
Insgesamt 60 Prozent der Österreicher lehnen laut einer Umfrage des Gallup-Instituts die geopolitische Führungsrolle der USA ab, 34 Prozent beurteilen die Performance der USA als weltweite Führungsmacht im vergangenen Jahr positiv. Zum Vergleich: In Russland liegt dieser Wert bei nur einem Prozent.

 

Mit Abstand an erster Stelle liegt der Kosovo, wo eine Zustimmung von 85 Prozent erreicht wird. Von den EU-Bürgern hingegen sehen die Briten (65 Prozent) die Rolle Amerikas in der Weltpolitik am positivsten. Eher pro-amerikanisch sind auch Italiener (61 Prozent) und Franzosen (58 Prozent), während in Deutschland knapp die Kritiker (47 zu 44 Prozent) überwiegen.
In insgesamt 132 Ländern der Welt hat das Gallup-Institut diese Umfrage durchgeführt. Außerhalb Europas gibt es deutliche Unterschiede. Während beispielsweise in Palästina 79 Prozent und in Ägypten 62 Prozent der Befragten eher US-kritisch sind, zeigen sich in Lateinamerika interessanterweise nur positive Werte. Trotz der teils eher US-kritischen Regierungen dort.

 

Von Marco Maier