Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) drohen den Einwohnern im irakischen Falludscha, welche sich durch Flucht aus der Stadt retten wollen, mit Hinrichtung, wie der US-Sonderbeauftragte für IS-Bekämpfung, Brett McGurk, in seinem Twitter-Account schrieb.

 

Trotz der Drohungen sollen es aber etwa 16.000 Zivilisten geschafft haben, die von den IS-Kämpfern belagerte Stadt zu verlassen. Unterdessen nutze die Terrormiliz die Stadtbewohner immer wieder als lebendigen Schutzschild und behindern die Flucht, so McGurk.

 

Die irakische Armee befreit laut dem US-Vertreter immer mehr Wohnsiedlungen in der Umgebung von Falludscha. Dabei würden auch immer wieder Massengräber gefunden.

 

Die irakische Armee und schiitische Volksmilizen hatten Ende Mai den Einsatz zur Befreiung Falludschas gestartet, das seit 2014 von der Terrormiliz Daesh besetzt gehalten wird. Im Rahmen der Operation wurden mehrere Wohnsiedlungen in Stadtnähe bereits befreit und über 100 Terroristen getötet, darunter der sogenannte IS-Chef der Stadt Falludscha, bekannt als Haji Hamsa.

 

Noch vor der Offensive hatte die irakische Armee die Bewohner aufgefordert, die Stadt nach Möglichkeit zu verlassen, sich von IS-Kämpfern fernzuhalten oder wenigstens weiße Flaggen an ihren Häusern zu hissen.

 

Falludscha liegt rund 50 Kilometer westlich von der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Stadt wurde Anfang 2014 von der Terrormiliz IS erobert. Zuvor hatten hier etwa 350.000 Menschen gewohnt.

 

Die Terrormiliz Daesh stellt derzeit eine der größten Gefahren für die globale Sicherheit dar. Innerhalb von drei Jahren brachten die Terroristen weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle. Sie versuchen außerdem, ihren Einfluss auch auf nordafrikanische Staaten, darunter Libyen, auszudehnen.

 

Quelle: Sputniknews