Russland ist und bleibt für Deutschland ein unverzichtbarer Partner bei der Gestaltung der Welt von morgen. Das geht aus dem Grußwort von Bundesaußenminiser Frank-Walter Steinmeier zum Deutsch-Russischen Jahr des Jugendaustausches 2016/17 hervor. Das Schreiben wurde am Donnerstag von Botschafter Rüdiger von Fritsch in Moskau verlesen.

 

„Wenn Deutsche und Russen sich treffen, dann sind das nicht nur Vertreter von Regierungen und Unternehmen. Es sind Familien, Schüler und Studenten, Wissenschaftler und Künstler. Die Zivilgesellschaft ist lebendig und verbindet unsere beiden Länder mehr, als die aktuellen politischen Konstellationen es vermuten lassen. In der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart“, betonte Steinmeier.

 

„Wir dürfen die Unterschiede nicht ignorieren, müssen aber die Bereitschaft haben und einfordern, über diese Unterschiede und ihre Ursachen, vielleicht auch ihre Berechtigung, zu reden und wo nötig zu streiten.“

 

Steinmeier zufolge wollen Russland und Deutschland mit dem Jahr des deutsch-russischen Jugendaustauschs die soziale Kraft von Kultur und Bildung stärken – damit aus Unterschieden nicht Missverständnisse, aus Missverständnissen nicht Konflikte und aus Konflikten nicht Kriege würden.

 

Deutschland und Russland veranstalten 2016/17 ein Jahr des Jugendaustauschs. Es steht unter Schirmherrschaft Steinmeiers und seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.