Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der USA gab bekannt, dass ein Austausch mit dem russischen Militär bei dem Thema Cyberkriegsführung geplant sei. Die aktuelle Krise in der Ukraine, wo Russland nach Auffassung des Militärs seit mehr als 10 Jahre einen solchen Krieg führe, sei unter anderem ein Grund. Die eigenen Leute sollen allerdings strenger überwacht werden, wie das Portal Defence Systems berichtet.

 

Aus der Sicht des Kremls sei ein weltweiter Informationskrieg im Gange, wo russische und angelsächsische Medien sich als Hauptakteure wiederfinden. Während angelsächsische Medien seit Jahren, oftmals ohne handfeste Belege, über russische Cyberattacken schwadronieren, wirft die russische Seite seinem Gegner oftmals gezielte Desinformation vor. Zwar gibt es im virtuellen Raum Schnittmengen, wo Elemente des Informationskriegs gleichzeitig solche der Cyberkriegsführung sind – und umgekehrt. Im Ergebnis ist der Cyberkrieg weit gefasster als der Informationskrieg. Berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik international unter Berufung einer Sprecherin des Verteidigungsministeriums.
 
Unter Cyberkriegsführung (cyber warfare) wird die kriegerische Auseinandersetzung von zwei Parteien im virtuellen Raum, im Cyberspace, verstanden, der mit mitteln der Informationstechnik geführt wird. Hierzu gehören unter anderem Cyberattacken, das Lahmlegen von Computersystem, sowie die Informationsgewinnug durch Seitenkanalattacken, wie beispielsweise das social engineering, wo man außerhalb des virtuellen Raumes durch Täuschung an vertrauliche Informationen kommt, beispielsweise Passwörter. Zudem ist das Wettrüsten in de unterschiedlichen militärischen Einheiten, die verstärkt auf Computertechnik setzen, ein Teilbereich der Cyberkriegsführung und schließlich die Überwachungstechnik.

 

Die Cyberkriegsführung und die Informationskriegsführung treffen beispielsweise zusammen, wenn es darum geht feindliche Informationsportale durch Manipulation oder Täuschung sowohl im virtuellen als auch im reellen Raum zu attackieren. Das Lahmlegen solcher Portale ist wieder unter die Sparte Cyberkriegsführung zu rubrizieren. Beide Formen sind Methoden der hybriden Kriegsführung, die im Rahmen eines Hintergrundberichtes beschrieben wird. Auch der Einsatz von Trollen

 

Die psychologische und die wirtschaftliche Ebene der Kriegsführung fließt in beide Sparten mit ein. In solchen Konflikten kommt es häufig dazu, dass man sich gegenseitig entweder beschuldigt sich einem Element der hybriden Kriegsführung zu bedienen, wobei man gleichzeitig jede Form, ob nun „Soft-Power“ oder „Agression“, versucht, glaubhaft abzustreiten. Oftmals erkennt man dieses Muster in sogenannten Stellvertreterkriegen, wo anfangs versucht wird, ein wirtschaftliches, militärisches Interesse am Ausgang eines solchen Konfliktes zu leugnen.

 

Die das US-Militär möchte seine eigenen Mitarbeiter besser kontrollieren, die beispielsweise auch im Heimatschutzbereich tätig sind. Das Portal Defence System berichtet, dass man hier an einem Kontrollsystem tüftelt, welches schneller die „Gefahren von Innen“ vorhergesagt. Techniken wie Predictive Analytics und Formern der Rastererkennung kommen hier zum Einsatz. Durch diese Technik will man den Feind erkennen, bevor er zuschlägt.

 
Immerhin soll es zu einem Austausch zwischen amerikanischen und russischen Vertretern im Bereich Cyberkrieg und internationaler Terrorismus kommen, wo die die mangelnde Kooperationsbereitschaft der NATO von russischer Seite mehrfach moniert wurde. Das Vorenthalten von wichtigen Daten ist wiederum der Informationskriegsführung, wo der Zugang von weltweiten Daten immer wichtiger wird.
 

Von Christian Lehmann