Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (OA) fordert den „Einstieg in den Ausstieg“ aus den Sanktionen gegen Russland, wie der Vorsitzende der Organisation, Wolfgang Büchele, im Vorfeld des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums äußerte.

 

Somit schließt sich der OA der Meinung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an, die Strafmaßnahmen schrittweise abzuschaffen.

 

In der kommenden Woche werden auf dem Wirtschaftsforum in der nördlichen Hauptstadt Russlands (SPIEF) der EU-Kommissionschef  Jean-Claude Juncker,  der Chef des Unternehmens Linde und Ost-Ausschuss-Vorsitzende der deutschen Wirtschaft Wolfgang Büchele, Siemens-Chef Joe Kaeser und der Chef von Uniper Klaus Schäfer zusammenkommen. Und das alles trotz Widerstands seitens einiger EU-Mitgliedsstaaten, berichtet Das Handelsblatt.

 

„In Moskau ist man stark interessiert am Dialog zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion“, zitiert das Blatt Büchele, der vor der OA-Mitgliederversammlung am Donnerstag in Berlin aufgetreten ist.

 

„Wie Bundesaußenminister Steinmeier vorgeschlagen hat, sollte Russland der Abbau von Sanktionen nicht erst am Ende des Minsk-Prozesses, sondern bereits parallel zu substanziellen Umsetzungsfortschritten angeboten werden“, erinnerte er.

 

In diesem Hinblick  unterstütze der Ost-Ausschuss den Außenminister Steinmeier „ausdrücklich“, betonte Büchele.

 

Er begrüße, dass auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel sich für den Petersburger Dialog einsetzte, der zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok führen soll.

 

Der Ost-Auschuss fordere einen „Einstieg in den Ausstieg aus den Sanktionen“, fügte er hinzu.  Er sei „optimistischer“, dass der deutsch-russische Handel in diesem Jahr seinen Tiefpunkt erreiche und von Herbst an sogar wieder zulege.

 

Das Petersburger Internationale Wirtschaftsforum ist seit 1997 ein alljährliches Geschäftstreffen in Russland. In diesem Jahr wird es vom 16. bis 18. Juni durchgeführt.

 

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist eine einflussreiche Organisation, die deutsche Geschäftsführer, die in Russland arbeiten, vereinigt. Der Ausschuss wurde 1952 als erste Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft gegründet. Der Ost-Ausschuss vertritt die deutsche Wirtschaft in bilateralen Gremien und führt jährlich eine Vielzahl von Unternehmerreisen, Informationsveranstaltungen und Konferenzen in mehr als 21 Länder durch. Der Ost-Ausschuss wird von fünf großen Wirtschaftsverbänden sowie über 200 Mitgliedsunternehmen getragen.

 

Quelle: Sputniknews