Russlands Militärtechnik hat in den letzten zehn Jahren große Fortschritte gemacht und viele moderne Waffensysteme gelten weltweit als unschlagbar, obwohl Russland weltweit „nur“ das viertgrößte Verteidigungsetat besitzt. Die iranische Nachrichtenagentur stellte jüngst erst eine Auswahl von russischen Waffensystemen vor, welche nach ihrer Bewährungsprobe in Syrien auch ins Ausland exportiert werden sollen.
 
Unter Wladimir Putin wurde und wird derzeit das russische Militär modernisiert. In Syrien zeigten die russischen Streitkräfte eindrucksvoll, dass man mit den neuen und modernisierten Waffensystem nicht nur schöne Videos drehen kann, sondern sehr wohl den realen Feind effektiv aufklären und eliminieren kann. Dieses Video zeigt die modernen Waffensysteme, die den Feind vom aus der Luft, vom Boden aus oder vom kaspischen Meer aus bekämpfen.
 

 

Russland ist der zweitgrößte weltweite Anbieter von Rüstungsgütern und Präsident Putin sagte bereits zu Jahresbeginn, dass der Gesamtwert Rüstungsauftrage, die aus dem Ausland kommen mit 56 Milliarden Dollar den Höchststand in der postsowjetischen Ära erreicht habe, wie PressTV unter Berufung auf Radio Sputnik berichtet. Weiter stellt die iranische Staatsagentur einige russische Waffensysteme vor, deren Export in andere Länder bereits erfolgte. Algerien, Syrien, Indien oder der Iran beispielsweise konnte die russische Rüstungsindustrie als Kunde für sich gewinnen.
 


 

Vorgestellt wird unter anderem der strategische Bomber Tu-160, der auch als „Weisser Schwan“ bekannt ist. Contra Magazin berichtete bereits vor zwei Monaten, dass Russland die Produktion des Überschallbombers aus dem Hause Tupolew wieder aufgenommen hat. Der Bomber ist in der Lage sowohl nukleare, thermobarische und konventionelle Raketen und Bomben bis zu einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen zu transportieren. Dieser wird beispielsweise im Kampfeinsatz von einer Mig-35 begleitet, die dem Bomber Waffenschutz gegen Jagdflieger auf feindlichem Gebiet gewährleistet.
 

 

Auch der russische Kampfpanzer der dritten Generation, der T-90 Kampfpanzer, der mittels Tarnkappentechnik für die Feindaufklärung unsichtbar gemacht wird, stellt PressTV in seinem Beitrag vor. Contra Magazin widmete dem hochmodernen Kettenfahrzeug ebenfalls einen Beitrag, der Anfang 2017 in die Streitkräfte der russischen Föderation eingegliedert werden soll. Er soll sowohl in den Kampftruppen des Heeres sowie in der Marineinfanterie seinen Dienst aufnehmen. Die aktuelle Version des russischen Kampfpanzers leistet unter anderem seinen Dienst auch in der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und ist gerade im umgekämpften Gebiet von Aleppo im Einsatz.
 

 
Ebenfalls spricht PressTV das russische U-Boot-Projekt 636 Warschawjanka, angelehnt ein einen russischen Militärmarsch, ein dieselelektrisch betriebenes Jagd-Uboot an. In dem Nachrüstungsprojekt wurde der Klub-S-Raketenkomplex in das Ubootsystem eingegliedert. Zudem wird das strategische Atom-Uboot K-550 „Alexander Newski“ vorgestellt, das Sputnik Deutschland in einer Fotogalerie näher präsentiert.
 

 

Über die Lenkwaffenfamilie Kalibr, die vom kaspischen Meer aus ISIS-Ziele in Syrien bekämpfen, berichte Contra Magazin im vergangenen Jahr. Der Marschflugkörper kann über eine Senkrechtsartanaltage sowohl von einem Schiff als auch von einem Uboot aus gestartet werden. Auch die RS-24, ein Raketensystem für ballistische Interkontinentalraketen, die auf einem LKW oder einem kettenbetriebenen Trägerfahrzeug transportiert werden, stellt PressTV kurz vor.
 
Weiter wird die Boden-Luft-Rakete Buk M2 und das S-300-Raketensystem vorgestellt, die zusammen mit dem Tor-Flugabwehrsystem, einen großen Teil der russischen Flugabwehr ausmachen. Russland schützt seinen Luftraum sowohl mit Langstrecken-Boden-Luftraketen, wie die Systeme S-300 und S-400, als auch mit dem Kurzstrecken-Boden-Luftraketensystem Tor, über das Contra Magazin vergangene Woche berichtete.
 

 

Zudem werden die Mi28 Kampfhubschrauber vorgestellt, die feindliche Kampfpanzer aus der Luft bekämpfen sollen. Eine 30mm Shipunov-Maschinenkanone feuert mit bis zu 500 Umdrehungen pro Minute auf feindliche Ziele. Schließlich präsentiert das iranische Nachrichtenportal den Mehrkampflieger Mig-35, einen russichen Kampfjet der 4 Generation, der auch mit Mitteln der elektronischen Kampfführung Ziele bekämpft und die feindliche Elektronik lahmlegen kann.

 

 

Der russische Militäreinsatz in Syrien, die seit Ende September auf Bitten von Präsident Assad gestartet, griff auf die meisten Waffensysteme, die oben genannt wurden, zurück. Ihr Einsatz beeindruckte die Weltöffentlichkeit und hatte somit einen positiven Effekt auf den russischen Militärexport. Sowohl Indien, China als auch der Iran signalisierten schnell ihr Interesse am Kauf von russischen Waffensystemen, wie beispielsweise das raketengestützte Flugabwehrsystem S-400, das vor feindlichen Luftangriffen ein effizientes Mittel darstellt. Nachdem die Einsätze von kampferprobten russischen Bombern abnehmen konnte, setzte man zu Jahresbeginn auch den modernen Bomber des Typen Su-35 ein, wie Contra im Januar berichtete, dessen nach Angaben des russischen Verteidigungsministerium auch einen Werbezweck erfüllen sollte.

 

 

Möglicherweise wird Indonesien das erste Land sein, an dessen Luftwaffe der russische Mehrkampflieger übergeben wird. Insoweit lohnte sich der Einsatz in Syrien nicht nur vom militärischen Aspekt, sondern auch vom ökonomischen Blickwinkel aus betrachtet. Auf diesem Video werden sämtliche Waffensysteme nochmal gezeigt.

 

 

Von Christian Lehmann