Die europäische Parlamentarierin Rachida Dati (Frankreich) plädiert in einem offenen Brief an die RT-Redaktion für die Aufhebung der Russland-Sanktionen.

 

„Schon im Oktober 2014, wenige Monate nach der Verhängung der Sanktionen gegen Russland durch die Europäische Union, hatten wir gedacht, dass der Verlust Russlands als Partner ein Fehler ist – sowohl auf politischem (bezüglich des Syrien-Konfliktes) als auch auf wirtschaftlichem Niveau (für unsere Landwirtschaft), wofür wir teuer bezahlen müssen“, heißt es in dem Brief, der die Unterschriften von zwölf europäischen Politikern aus Frankreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Malta trägt.

 

In dem Brief wird daran erinnert, dass die einschränkenden Maßnahmen zuerst gegen die Chefs der russischen Sicherheitsbehörden, Alexander Bortnikow und Michail Fradkow, und später auch gegen ganze Wirtschaftssektoren eingeführt wurden.

 

„… Warum geben wir uns so viel Mühe darum – um den Preis unserer eigenen Sicherheit?“, fragen die Briefverfasser.

 

Auch wenn die Zusammenarbeit mit dem russischen Aufklärungsdienst weiter gehe, würde die Aufhebung der Sanktionen es ermöglichen, die für die europäischen Länder nützliche Kooperation und den Dialog fortzusetzen, heißt es in dem Brief.

 

„Russland hat dank seiner Position in Syrien Zugang zu wertvollen Informationen zum IS. Wir müssen es lernen, verantwortungsvoll und sachlich zu handeln und mit Idealen Schluss zu machen, die niemanden mehr genehm sind. Diese ‚reale‘ Politik ist nicht mehr wahlbedingt, sondern die Außenwelt verlangt sie von uns“, heißt es.

 

Man müsse sich „über den Wunsch nach Bestrafung hinwegsetzen“, um wichtigerer Ziele und Interessen willen, wird dort unterstrichen.

 

Aus Sicht der Briefverfasser werden in Europa die Stimmen immer lauter, die zu einer Überprüfung der Sanktionen bzw. zu ihrer Abschaffung aufrufen.

 

„Die Geschichte wird die Rechtschaffenheit derjenigen beweisen, die den politischen Mut zu dieser Erklärung gefasst haben“, heißt es.