Die Visaliberalisierung sollte nicht nur für die Bürger der Türkei durchgeführt werden, sondern auch für Russen, meint der Leiter der jährlichen Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger. Ihm zufolge sollte die russischen Bürger frei in EU-Länder reisen können, um an wissenschaftlichem Austausch und Bildungsprogrammen teilzunehmen.

 

«Wir müssen Bildungsprogramme für die Bürger Russlands aufs Dreifache oder Vierfache erhöhen… Wir brauchen die Aufhebung von Visabeschränkungen nicht nur für die Türken, sondern auch für die Bürger der Russischen Föderation», sagte Ischinger in einem Medien-Forum der Deutschen Welle.

 

Laut Politiker hat die EU eine Menge von Bildungsprogrammen, aber sie werden so lange nicht völlig realisiert werden, bis «es keinen einheitlichen Medienraum gibt.»

 

«Das wird mehr Menschen dazu bringen, Informationen und Wissen zu teilen», sagte Ischinger.

 

Zuvor schlug die Europäische Kommission die Einführung eines visafreien Regelung für die Bürger der Ukraine, die Türkei, Georgien und dem Kosovo vor. Aber auf der Tagung des Ministeriums für Innere Angelegenheiten der EU-Länder wurde es jedoch nicht erreicht, eine gemeinsame Einigung in dieser Frage zu finden.