Trotz internationaler Kritik in den vergangenen Wochen und des vereinbarten Waffenstillstands gemäß des Minsk-2-Abkommens, attackiert das ukrainische Militär weiter die abtrünnige Region im Donbass. Ein Video zeigt zerstörte Häuser in der Stadt, nachdem das ukrainische Militär schwere Artillerie einsetzte.

 

Zerstörte Dächer von Wohnhäusern und verwüstete Wohnungen von Bürgern der Stadt Donezk sind das Ergebnis der vergangen Attacken durch die ukrainischen Streitkräfte. Ob sie einfach blind in die Stadt reinfeuern oder gezielte Angriffe ausüben ist dabei unklar. Klar ist allerdings, dass die neusten Bilder der Verwüstung keine militärischen Ziele sind, wie man auf diesem Video von Ruptly sehen kann.
 

 

Der Vizestabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Basurin, teilte vor Journalisten mit, dass hunderte Granaten an einem Tag auf die Volksrepublik abgefeuert wurden. Mit Schützenpanzern, Granatwerfern und schweren Artilleriegeschossen wurde das Territorium der Republik innerhalb von 24 Stunden insgesamt 671 Mal beschossen, teilte die Moskauer Nachrichtenagentur Sputnik mit.

 

 

Vor wenigen Tagen kündigte bereits der Vertreter der selbsternannten Volksrepublik Donezk bei den Minsker Verhandlungen Denis Puschilin mit, dass er eine aufgrund der aktuellen Lageanspannung im Donbass eine Sondersitzung der Ukraine-Kontakgruppe initiierte, wie die Nachrichtenagentur News Front berichtete.

 

 

„Den Beschuss heute Nacht würde ich nach Intensivität mit August vergangenen Jahres vergleichen. Die ukrainische Armee hat gezielt Wohnbezirke der Städte Donezk, Jassynuwata und Makijiwka beschossen. Um eine Eskalation zu vermeiden und das Vorgehen der Ukraine sofort zu unterbinden, wendet sich die Volkrepublik Donezk an den OSZE-Sonderbeauftragten Martin Sajdik mit der Initiative, eine Sondersitzung der Kontaktgruppe in Form einer Videokonferenz einzuberufen“, sagte Puschilin am vergangenen Donnerstag.

 

Bereits vor vier Wochen startete das ukrainische Militär eine Großoffensive gegen die abtrünnigen Regionen im Donbass. Im Raum von Andrejewk, fünf Kilometer vor der Trennlinie entfernt, wurde schweres militärisches Gerät in Stellung gebracht. Wie Bausrin damals mitteilte wurden auch 300 Mann des Freiwilligen-Polizei-Bataillons für Sondereinsätze „Lwow“ festgestellt.
 

Von Christian Lehmann