Die Ukraine verhandelt mit den Nato-Mitgliedstaaten über eine Teilnahme an den Initiativen der Allianz für die Verstärkung ihrer Präsenz im Schwarzen Meer, wie der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak mitteilte.

 

Dabei hat der Verteidigungschef laut eigenen Angaben mit Kollegen aus Rumänien und anderen Ländern die Beteiligung ukrainischer Soldaten an gemeinsamen Operationen besprochen.

 

„In der Praxis nehmen wir an den meisten Operationen der Allianz teil, wir beteiligen uns am Funktionsablauf der anderen Operationen unter der Schirmherrschaft der Allianz“, sagte er.

 

Dabei fügte Poltorak hinzu, dass man abwarten müsse, bis die Nato, darunter auch Rumänien, die Türkei und Bulgarien, eine Entscheidung über Sicherheitsmaßnahmen im Schwarzen Meer träfen.

 

„Und wenn die Entscheidung auf der Ebene der Allianz getroffen wird, werden wir uns unseren Kollegen anschließen“, so der Verteidigungsminister.

Zuvor wurde berichtet, dass die Nato-Verteidigungsminister eine adaptierte Präsenz in der Schwarzmeer-Region beschlossen, aber noch keine konkreten Maßnahmen vereinbart hätten. Es wird vermutet, dass ein neuer Brigaden-Stützpunkt in Rumänien gegründet werden soll.

 

Laut Poltorak ist Kiew bereit, sich der gemeinsamen Schwarzmeer-Gruppierung Rumäniens, Bulgariens und der Türkei anzuschließen, falls eine solche gegründet werden sollte.

 

Anfang des Jahres trat Rumänien mit der Initiative einer Schwarzmeer-Flottille der Nato hervor. Die Ukraine hat schon ihre Bereitschaft zu verstehen gegeben, dieser Gruppierung beizutreten.

 

Moskau fasst die Pläne der Allianz zur weiteren Verstärkung an den russischen Grenzen negativ auf. So hatte der russische Botschafter bei der Nato, Alexander Gruschko, im Zusammenhang mit der möglichen Schaffung einer Schwarzmeer-Flottille der Allianz gesagt, dass dies „ein weiterer Schritt in Richtung der Eskalation der Spannungen und der Verringerung der Stabilität“ sei.