Die Terrormiliz Daesh („Islamischer Staat“, IS) verfügt über genug Diversanten, die sie in den Westen schicken kann, um dort Anschläge zu verüben, teilte CIA-Chef John Brennan mit.

 

Am Donnerstag wird Brennan mit einem Bericht vor den Senatsausschuss für Geheimdienste auftreten. Im Vorfeld hat die Agentur AFP einige Ausschnitte aus seiner Rede veröffentlicht.

 

„Der IS verfügt über viele Kämpfer aus dem Ausland, die für die Verübung von Terroranschlägen im Westen eingesetzt werden können“, so Brennan.

 

Aus Sicht des CIA-Chefs könnten die Kämpfer bereits mit der Vorbereitung von Anschlägen begonnen haben. Dafür können sie die Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten nach Europa nutzen.

 

Aus Brennans Sicht gelten die IS-Untergliederungen in Libyen als besonders gefährlich und gut organisiert, aber auch die im Sinai seien in der letzten Zeit äußerst aktiv.

 

Brennan bezeichnet den IS als „einen gefährlichen Feind“, räumt jedoch ein, dass die Gruppierung „weit von der Umsetzung der Ziele entfernt ist, die sie sich bei der Ausrufung des Kalifats vor zwei Jahren gesetzt hatte.“

 

Laut dem CIA-Chef sind die Geldströme des IS zwar bescheidener geworden. Doch bekomme die Terrormiliz weiterhin Duzende Millionen Dollar an Abgaben, die die Einwohner der eroberten Gebiete in Syrien und im Irak zahlen müssen, sowie aus dem Öl-Schmuggel.

 

„Leider haben all unsere Bemühungen im Kampf gegen den IS die Möglichkeiten der Gruppierung nicht verringert, Terroranschläge überall auf der Welt zu verüben“, schloss Brennan.

Quelle: Sputniknews