Sie ist umwälzend und schnell und hat auch für Deutschland und Russland ein großes Kooperationspotential — mit dem Thema Digitalisierung begann der zweite Tag des Petersburger internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) für die deutschen und russischen Teilnehmer.

 

Experten aus Russland und Deutschland, darunter Günther Oettinger, der für Digitalwirtschaft zuständige EU-Kommissar, trafen sich im Rahmen des SPIEF 2016 zur Diskussion „Russland-Deutschland: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der russischen und der deutschen Wirtschaft durch die Kooperation in der Industrie 4.0“. Russland und Deutschland haben da ein sehr großes Potential, betonten die Teilnehmer auf beiden Seiten.

 

„Wir bieten unseren russischen Partnern an, den Weg zur 5G gemeinsam zu gehen. Hier besteht ein großer Win-Win-Effekt“, sagte Oettinger. „Die digitale Revolution ist umwälzend und schnell. Digitale Technologien verändern jeden Sektor der Wirtschaft und der Gesellschaft“, fügte er hinzu.

 

„Digitalisierung geht mit einem Paradigma einher und das muss im Kopf stattfinden. Wir müssen den Wandel im Kopf möglichst schnell vollziehen“, betonte Wolfgang Büchele, Ost-Ausschuss-Vorsitzender und Linde-Chef.

Auch Stefan Hoechbauer, Leiter der Region Mittel- und Osteuropa bei SAP SE, sieht in der Digitalisierung vor allem eine Brückenfunktion: „Digitalisierung als eine Brücke – das ist gerade unsere Absicht, der große Fokus, auf den wir setzen wollen. Wir bieten russischen Start-Ups unsere Technologien an, um spezifische Lösungen zu entwickeln. Zum anderen beobachten wir sehr aufmerksam den russischen Markt.“

Auf Digitalisierung wird laut Dr. Hans Martin Schabert,  Vorstandsvorsitzender von Vossloh AG, auch im Bereich der Eisenbahn gesetzt: „Die Infrastruktur 4.0 wird uns großen Beitrag bringen. Ich sehe insbesondere im Netz der russischen Bahn große Chancen auf eine Industrie 4.0.“

Quelle: Sputniknews