Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Entscheidung des internationalen Leichtathletikverbandes IAAF kritisiert, die zuvor verhängte Sperre für den russischen Leichtathletikverband nicht aufzuheben. Der am Vortag in Wien gefasste Beschluss hat zur Folge, dass die russischen Leichtathleten den Olympischen Spielen in Brasilien fernbleiben.

 

„Die Entscheidung ist ungerecht“, betonte Putin am Freitagabend bei einem Treffen mit leitenden Mitarbeitern der führenden internationalen Nachrichtenagenturen, das am Rande des St. Petersburger Wirtschaftsforums stattfand.

 

„Die Verantwortung für Doping soll persönlich sein. Die Bestrafung aller russischen Leichtathleten sprengt alle zivilisierten Verhaltensregeln. Ich rechne damit, dass wir und unsere Kollegen in der Anti-Doping-Struktur darüber noch sprechen werden, und hoffe auf eine entsprechende Reaktion des Internationalen Olympischen Komitees“, sagte der russische Präsident.