Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat das Nato-Manöver «Saber Strike» in Osteuropa scharf kritisiert und zu mehr Dialog und Kooperation mit Russland aufgefordert.

 

„Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

 

„Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt“, sagte Steinmeier. Er positionierte sich nun klar gegen die Militärübungen nahe der russischen Grenze und nannte es „fatal“, den Blick auf das Militärische zu verengen und in einer Abschreckungspolitik das Heil zu suchen.

 

Neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft müsse auch immer die Bereitschaft zum Dialog und Kooperation geben. Man habe ein Interesse daran, Russland in eine internationale Verantwortungspartnerschaft einzubinden, sagte Steinmeier.

 

„Die Verhinderung einer iranischen Atombombe, der Kampf gegen radikalen Islamismus im Nahen Osten oder die Stabilisierung libyscher Staatlichkeit sind dafür aktuelle Beispiele“, sagte er.