Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB hält mehrere Nebeneingänge von sechs U-Bahn-Haltestellen geschlossen. Das erfolgt auf Anraten der Polizei. Belgiens Premierminister Charles Michel hatte letzten Samstag zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Zuvor hatte er ein Gespräch mit dem nationalen Sicherheitsrat geführt.
 
Die MIVB betonte gegenüber der VRT, dass nur einige Nebeneingänge geschlossen worden seien und nicht ganze Stationen. MIVB-Sprecher Guy Sablon sagte: «Es handelt sich um die Haltestellen Beurs (Börse), De Brouckère, Herman Debroux, IJzer und Kruidtuin sowie Rogier. Auch dort ist ein Eingang geschlossen. Die U-Bahnstationen ansich bleiben geöffnet, lediglich mehrere Nebeneingänge sind geschlossen. Die U-Bahn fährt nach Plan.»

 

Die Fahrgäste müssten einfach nur kurz nach einem offenen Eingang Ausschau halten, so der Sprecher noch.

 

Innenminister Jan Jambon erklärte in der VRT, warum die Maßnahme genommen werden musste: «Wir haben Terrorwarnstufe 3. Das heißt, dass die Gefahr eines Anschlags groß ist und entsprechende Maßnahmen genommen werden. So genannte ‘soft targets’ sind schon seit Wochen bedroht. Es handelt sich dabei um Plätze, an denen sich viele Menschen treffen. Das ist der Grund für bestimmte Maßnahmen, die genommen worden sind.»

 

Die Maßnahmen sind offenbar eine Reaktion auf die Aushebung einer neuen Terrorzelle. Am Wochenende hatte die Polizei bei Hausdurchsuchungen zwölf Personen festgenommen, von denen drei inzwischen in U-Haft sitzen.