In der Ukraine geht das Säbelrasseln von Kiewer Seite weiter. Der Chef der ukrainischen Gebietsverwaltung schlug zwei Wege vor, wie man das abtrünnige Gebiet zurückerobern kann. Entweder weiter die Sanktionen gegen Russland verlängern oder das Gebiet militärisch zurückerobern. Auch Präsident Poroschenko stimmte die Nationalgarde auf einen Einsatz im Donbass ein.

 

Wie die Radio Sputnik berichtet schlug der Chef der pro-ukrainischen Gebietsverwaltungs in Donezk Pawel Schebriwkski zwei Wege einer Rückkehr des Donbass in die Ukraine vor. Entweder verlängere man die Sanktionen gegen Russland oder man starte in fünf Jahren einen Militärangriff auf das abtrünnige Territorium.
 

 
„Es ist nötig, dass die internationale Gemeinschaft begreift, dass es nicht ein Problem der Ukraine, sondern das Problem der ganzen Welt ist. Die Weltordnung wird verletzt“, sagte Schebriwkski laut Sputnik. Die Vereinten Nationen haben kürzlich erst die Anwendung von systematischer Folter, insbesondere durch den ukrainischen Geheimdienst SBU beklagt.
 
Auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sprach bei einem Besuch im Zentrum der Nationalgarde von einer „Probefahrt in den Donbass“, wie Sputnik berichtete. Die Soldaten müssten laut Poroschenko in den Donbass geschickt werden, damit sie nicht „vor Kugeln zurückschrecken“, so der Präsident.
 


 
„Besser spät als nie“, titelte Radio Sputnik, nachdem ein italienischer Sender erstmals über die Notlage im Donbass aus der Sicht der Bewohner berichtete. Eine Reportage des italienischen Senders TG berichtet über die schlimmen Momente, die sich nach der Europameisterschaft im Jahre 2012 in der Ostukraine ereignete und zeigt die Lage aus Sicht der Donbass-Bewohner. Eine Reportage die sich weit von der üblichen westlichen Berichterstattung abhebt, die überwiegend von einer „russischen Aggression“ spricht und das Leiden der Menschen im Donbass außen vor lässt.
 


 
Seit dem Frühjahr 2014 herrscht in der Ostukraine ein Bürgerkrieg, nachdem sich die Region wegen des Umsturzes in Kiew für unabhängig erklärt hat. Nach UN-Angaben wurden in diesem Konflikt mindestens über 9000 Menschen getötet. Über 22.000 Schwerverletze wurden seit 2014 im Donbass registriert. Trotz des Minsk-2-Abkommens verletzten die Kiew-treuen Militärs die Waffenruhe und nahmen besonders die Städte Donezk und Lugansk unter Beschuss.
 
Von Christian Lehmann