Nicht von den Rohstoffen allein: Russland muss sich dem Generaldirektor von Knorr-Bremse Dr. Matthias Krug zufolge auf dem Weltmarkt neu definieren.
 

„Ich glaube, Russland muss sich neu definieren als nicht ein reines Land, was Rohstoffe liefert, sondern auch veredelte Güter auf hohem technologischem Niveau zur Verfügung stellt. Innovativ, gute Qualität, flexible Logistik – das sind sie Ansprüche, die man heute erfüllen muss, um am Weltmarkt zu partizipieren“, sagte Dr.-Ing. Matthias Krug, Generaldirektor von Knorr-Bremse 1520, am Rande des Internationalen Petersburger Wirtschaftsforums gegenüber Spuntik.

 

Dr. Krug gehöre nach seinen eigenen Worten zu den Unternehmern, die dem russischen Markt trotz aktueller Schwierigkeiten gewogen bleiben: „Wir haben unser Geschäftsmodell den Gegebenheiten angepasst. Investitionen werden vorgenommen. Wir gehören nicht zu den Unternehmen, die deinvestieren.“

 

„Für uns ist es wichtig, dass wir als Unternehmen verstanden werden, das jetzt in Russland lokalisiert hat, also als ein russischer Hersteller“, betont er.

 
Knorr-Bremse habe sich auf die nächsten technischen Lösungen für Russland vorbereitet: „Russland hat die größte Eisenbahn der Welt und diese Eisenbahn steht vor großen Herausforderungen: Eisenbahn kann deutlich produktiver werden. Dafür wird man technische Lösungen brauchen, der nächste Schritt wird der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes sein – die nächste Etappe ist Moskau-Kasan.“