Täglich kämpft die libanesische Armee gegen die Terrororganisation im eigenen Land. Sowohl die Al-Nusra-Front als auch der Islamische Staat fordern täglich die libanesische Armee heraus. Neben Russland soll auch der Iran militärische Unterstützung leisten. Wie könnte diese aussehen?

 

In Syrien kämpfen libanesische Hisbollah-Milizen mit der syrischen Armee und iranischen Freiwilligen gegen den internationalen Terrorismus. Russland leistet im Kampf gegen den Terrorismus vor allem Unterstützung aus der Luft und leistet zudem zivil-militärische Hilfe. Wie die russische Zeitung Prawda unter Berufung von Experten berichten, versuchen die Terrorgruppen den Libanon schnellstmöglich in einen Krieg zu verwickeln.

 


 

Russland rüstet unter anderem die Hisbollah-Milizen im Kampf gegen den IS in Syrien auf. Aber auch die libanesische Hauptstadt Beirut ist immer wieder Anschlagsziel von islamischen Terroristen. Am Tag nach dem Orlando-Attentat berichte Zeit-Korrespondentin Andrea Böhm von einem Bombenattent in Beirut – aber nicht in einem Schwulenclub, sondern vor einer Bank, wobei auch spekuliert wurde, ob dies auch eine versteckte Botschaft der Amerikaner war, die der Hisbollah-Miliz den Geldhahn zudrehen will. Im vergangen November wurden über 40 Menschen Opfer eines Anschlags, der sich ebenfalls in Beirut ereignete. Auch hier war es keine Homobar, so dass solche Verbrechen in den westlichen Medien eher marginal berichtet wird.
 
Russlands Anti-Terrorstrategie steht für Menschlichkeit und Stabilität und erweist sich effizienter als der amerikanische Einsatz im Nahen Osten, was auch in den syrischen Nachbarstaaten die Hoffnung auf ein Leben ohne westlich finanzierten Terrorismus hoffen lässt. Neben Moskau soll auch Teheran um Hilfe gebeten wurden sein. Aus Sicht des Analysten Alexei Novotochinov plane der IS auch Angriffe in Turkmenistan, Kasachstan und Kirgistan.
 
Der Militärexperte und Direktor des Instituts Novotochinov sagt, dass man nun in der Libanon-Frage genau auf die Worte von Russlands Außenminister Lavrow und Verteidigungsminster Shoigu achten soll. Weiter schlug der Sozialwissenschaftler vor, dass die Kurden weiter unterstützen soll und die Idee eines freien Kurdistans unterstützen solle. Allerdings widerspricht dies den Vorstellungen Assads. Die kurdischen Peschmerga-Milizen kämpfen in Syrien, Irak und auch im Libanon gegen ISIS.
 
Russland liefert sowohl an die kurdischen Milizen als auch an die libanesischen Milizen Waffen. Die Unterstützung der libanesischen Hisbollah wurde bislang sogar von Experten der israelischen Streitkräfte bewertet, obwohl diese seit Jahrzehnten auch gegen Israel kämpfen. Jedenfalls wird Russland in Zukunft in militärischer Hinsicht eine noch breitere Rolle einnehmen. Möglich ist auch, dass Russland seine erfolgreiche zivil-militärische Hilfe ausweitet, die bislang sehr erfolgreich in Syrien verlaufen.
 


 
Das libanische Militär betreut mit internationaler Hilfe bis zu zwei Millionen (!) Flüchtlinge, die vor allem aus Syrien kommen – bei einer Einwohnerzahl von 4,6 (!) Millionen. Im Oktober konnten dank Russlands Lufteinsatz über 800.000 Flüchtinge wieder in ihre Heimat zurückkehren. Nach Angaben des syrischen UN-Botschafters sollen es sogar über eine Million Menschen gewesen sein, die wieder in ihre syrische Heimat zurückkehren konnten, berichtete RT international.
 
Von Christian Lehmann