Ankara will ein neues Luftabwehrsystem an der Grenze zu Syrien stationieren und testen, teilt das US-Portal Defense News unter Bezugnahme auf Quellen im türkischen Sicherheitsdienst mit.

 

Die Journalisten behaupten, dass die türkischen Behörden das Radarsystem für Minenbekämpfung Serhat und einen Raketenwerfer vom Typ HIMARS stationieren wollen. Außerdem werden Mini-Luftschiffe einen 70 Kilometer langen Grenzabschnitt patrouillieren.
Einer Quelle des Portals im türkischen Sicherheitsdienst zufolge wird das Luftabwehrsystem in der Provinz Kilis im Süden des Landes, unweit des Grenzübertritts in der Stadt Elbeyli, aufgestellt. Damit sollen die Gebiete Gaziantep, Hatay, Şanlıurfa und Mardin geschützt werden.

 

Die Grenze zwischen Syrien und der Türkei ist 900 Kilometer lang.

 

Zuvor wurde die Stadt Kilis im Südosten der Türkei aus dem syrischen Grenzgebiet, das von der Terrormiliz Daesh kontrolliert wird, mehrmals unter Raketenbeschuss genommen. Im April hatte Ankara in diesem Gebiet bereits Raketenanlagen stationiert. Außerdem hatten türkische Medien berichtet, dass die Behörden des Landes mit den USA die Aufstellung von US-Raketenwerfern des Typs HIMARS an der syrischen Grenze vereinbart hätten.