In einer Reportage des US-Magazins Vice berichtet der Journalist Alexander Clapp wie er den rechten Sektor in der Ukraine erlebt hat. Nationalisten aus der ganzen Westen kämpfen im Donbass gegen alles, was aus Russland kommt. Auch ein Ex-Bundesheer-Soldat aus Österreich porträtiert Clapp in seiner Reportage.

 

Sie hausen in Wäldern, wo die einen Holz sammeln und die anderen betrinken sich. Die rechter Sektor befindet sich irgendwo zwischen Chaos und Disziplin und lockt Nationalisten aus Europa und den USA an. Journalist Clapp wundert sich, wie schnell die westlichen Patrioten ihren Nationalismus auf die Ukraine übertragen können. Der komplette Artikel ist in der Juni-Ausgabe des amerikanischen Magazins Vice erschienen und kann auf Twitter abgerufen werden.
 


 
Contra Magazin berichtete mehrfach über die Faschisten in der Ukraine, die es bis vor kurzer Zeit gar nicht geben soll. Alles Verschwörungstheorie und russische Propaganda, so etwa der Tenor in den westlichen Leitmedien. Eigentlich im Westen nichts neues, aber dennoch zeigt diese Reportage wieder einmal auf, wie viele Nationalisten aus Europa sich dem rechten Sektor angeschlossen haben. Was für islamistische Fundamentalisten der islamische Staat sei, ist der rechte Sektor für westliche Nationalisten.
 
Warum sich rechte Amerikaner sich dem Krieg in der Ukraine anschließen, titelte das Magazin. Aber auch ein Österreicher aus Bregrenz hat sich dem rechten Sektor angeschlossen, nachdem er 2014 von Wien nach Kiew gefahren ist, wo er sich bei den Revolten dem rechten Sektor angeschlossen hat. Zuvor war er für das österreichische Bundesheer tätig. Es gäbe mehr Antifa-Einheiten in Österreich als Anti-Terror-Einheiten, beklagte der junge bärtige Mann aus Bregenz.
 
Der Autor besuchte die 27-Mann-Einheit Voloveka, wo sich bis auf russische Nationalisten viele Nationalisten auf weitere Kämpfe in der Ostukraine vorbereiten. Die jungen Nationalisten leben dort ein Leben zwischen Gewalt und Abenteuer. Der rechte Sektor ist ein Anlaufpunkt für viele desillusionierte Nationalisten aus ganz Europa. Auch viele NATO-Veteranen kämpfen gegen die Einheiten der Donbass-Kämpfer. Ein Schild Richtung Osten wünscht allen Kreml-Invasoren den Tod.
 
Von Christian Lehmann