Das ukrainische Portal 112.ua berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass man weitere Bataillone der regierungstreuen Freiwilligen-Milizen Donbass und Azow-Milizen, die dem rechten Sektor angehören, an die Ostukraine in den Einsatz schicken will. Eine „operative Brigade“ sei unter anderem im Gespräch gewesen.
 
Das ukrainische Nachrichtenportal 112.ua berichtete unter Berufung eines Sprechers des Ukrainischen Innenministeriums, dass man weitere Freiwillige der rechten Milizen in den Donbass schicken will, wo sie verstärkt an „speziellen Operationen“ teilnehmen werden. Konkrete Zahlen und Vorhaben werden hierbei nicht genannt. Zum einen könnten sie das ukrainische Militär unterstützen, die trotz der Vereinbarung der Waffenruhe in der abtrünnigen Region um Donezk und Lugansk, immer wieder zivile Wohngebiete unter Beschuss nimmt.
 


 

Im Rahmen der asymmetrischen Kriegsführung könnten entweder einzelne Sabotageaktionen oder — Sicht der Gegenseite betrachtet – schlichtweg terroristische Anschläge planen oder andere schmutzige Aufgaben übernehmen, die bisher von Internationalen Beobachtungsmissionen besonders bei den Kiew-treuen Einheiten beklagt wurde. Sowohl die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als auch die Vereinten Nationen beklagen in Berichten und öffentlichen Erklärungen die Verletzung von internationalen Rechtsstandards.
 


 
Während die OSZE zunächst militärische Attacken durch das Kiewer Militär monierte,beklagte eine Beobachtermission für die Einhaltung der Menschenrechte die systematische Folter durch den ukrainischen Geheimdienst SBU und weiteren Kiew-treuen Amtsträgern. Möglich ist insoweit die Abwälzung solcher Tätigkeiten an die faschistischen Freiwilligen-Bataillone, die international finanziert werden und auch viele Nichtukrainer als Freiwillige Söldner rekrutiert, wie inzwischen mehrere internationale aus der westlichen ‘Welt berichten.
 


 
Zuvor wurde in den westlichen Leitmedien mit Unterstützung von westlichen Politikern, die Rolle der rechten Milizen während des Maidan-Umsturzes entweder geleugnet oder auf ein Minimum relativiert wurde, obwohl die Beweise sich bereits vor und nach den Maidan-Umsturz immer mehr anhäuften. Eine größere Offensive in Richtung Donbass würde anderen ‘Äußerungen widersprechen. Inzwischen geht man davon aus, dass eine vollständige Rückeroberung des Donbass erst in fünf Jahren realisierbar sei. Zudem sprach man von einem fortgeschrittenen Ausbildungsstand.
 


 
Die ukrainischen Milizen Azow und Donbass nehmen seit Beginn des Bürgerkriegs im Donbass an militärischen Handlungen teil. Das Azow-Bataillon beruft sich auf ein ehemaliges SS-Freiwilligenbataillon, dass aus europäischen Frewilligen bestand und sich im Ostfeldzug gegen Russland angeschlossen haben. Während die deutschen Leitmedien mehr Phantasien über „russischer Aggression“ bis hin zur „russischen Invasion“ im Donbass entwickeln konnte, wurde die Rolle der westlich finanzierten Milizen verniedlicht. Inzwischen erinnert sich sogar Bundespräsident Gauck an das „Unternehmen Barbarossa“ und die schwerwiegenden Folgen auf beiden Seiten und verschont seine Zuhöriger mit der Wiedergabe von antirussischen Plattitüden.
 

Von Christian Lehmann