Die FPÖ-Politiker Heinz Christian Strache und Harald Vilimsky haben sich nach dem EU-Austrittsvotum der Briten für einen Rückzug von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ausgesprochen. Diese stünden für die «Fleisch gewordene Fehlentwicklung in Europa», geht aus einem Eintrag auf der FPÖ-EU-Website von Freitag hervor.

 

«Mit etwas Anstand sowie auch Respekt vor einer guten Zukunft Europas sollen sich diese sofort zurückziehen», werden die Freiheitlichen Politiker zitiert. Reformen könnten nur ohne Schulz und Juncker erfolgen.

 

«Öxit»-Abstimmung gefordert
 

«Sollte jedoch die EU an ihrer Reformunwilligkeit weiter erlahmen und auch noch Länder wie die Türkei hereinholen, dann sei auch für Österreich eine Abstimmung über den weiteren Verbleib in der EU eine politische Zielerklärung», stellten Strache und Vilimsky erneut klar.

 

Das Ergebnis des Referendums werten die rechtspopulistischen Politiker als «eine Weichenstellung für die Demokratie und gegen den politischen Zentralismus, aber auch gegen den anhaltenden Migrationswahn».

 

«Wir haben Respekt vor der Entscheidung der Briten und wir verstehen dieses Mehrheitsvotum», so Vilimsky und Strache.

 

Gefordert werden «massive Redimensionierung der europäischen Institutionen, eine umfassende Rückgabe von Entscheidungskompetenzen aus Brüssel an die Parlamente der Mitgliedsstaaten sowie auch die Sistierung von Schengen in dieser chaotischen internationalen Situation». Auch die direkte Demokratie müsse wieder hohe Bedeutung in Europa erlangen.