Mehrere britische Banken haben den Euro-Verkauf vor dem Hintergrund der stark angestiegenen Nachfrage nach dem Sieg der Brexit-Befürworter beim EU-Referendum in Großbritannien vorläufig eingestellt, wie die The Financial Times schreibt.
 
Die britische Royal Bank of Scotland (RBS) und ihre Struktur NatWest haben in ihren Filialen und im Internet den Devisenumtausch für natürliche Personen wegen der schwankenden Währungskurse eingestellt. Die Bank verweist ihre Kunden an Travelex, eine Struktur, die sie als Lieferanten ausländischer Währung nutzt. Ein Sprecher der RBS habe der Zeitung gegenüber erklärt, der Devisenumtausch werde ab Montag wiederaufgenommen.

 

 „Um unseren Kunden bei der Beschaffung von Reisegeld zu helfen, haben wir entschieden, zeitweise alle Bestellungen an www.travelex.co.uk weiterzuleiten, um ihnen bis auf die Minute genaue Devisenkurse  für Reisen zu gewährleisten“, zitiert die Ausgabe die RBS-Mitteilung.

 

Wie die The Financial Times ferner schreibt, hat die Website Post Office Travel Money ihre Tätigkeit wegen technischer Überlastung durch den hohen Kundenandrang zeitweise gestoppt. „Wir hatten eine enorme Besucherzunahme auf der Seite für Reisegeld zu verzeichnen, unseres Erachtens sind es hauptsächlich Leute, die die Einsätze prüfen. Wir können den Kunden versichern, dass sie alle  Devisen im Internet kaufen können, doch wegen des großen Andrangs auf der Seite kann der Devisenkauf mehr Zeit als gewöhnlich erfordern, und wir bitten in diesem Zusammenhang um Entschuldigung“, so ein Sprecher des Post Office.

 

Das britische Reisebüro Thomas Cook hat den Devisen-Online-Verkauf ebenfalls eingestellt und die Transaktionen wegen der stark gewachsenen Euro-Nachfrage auf 1.000 Pfund begrenzt. „Unsere erstrangige Aufgabe ist die Gewährleistung eines ausreichenden Devisenvolumens im Geschäft für die Realisierung der nichterfüllten Aufträge“, zitiert die Zeitung die Mitteilung des Reisebüros.