Einer der Attentäter vom Istanbuler Atatürk-Flughafen hat vor den Explosionen noch wild um sich geschossen, wie Reuters unter Berufung auf Aussagen eines Augenzeugen meldet.
 

„Wir gingen zu den Abflügen im internationalen Terminal und sahen, wie ein Mann wild um sich schoss. Er zielte auf jeden beliebigen Menschen, der vor ihm auftauchte“, erzählte der Agentur zufolge Paul Roos, ein Tourist aus Südafrika. Der Attentäter sei völlig in Schwarz gekleidet und maskiert gewesen, so Roos, der sich selbst zu dem Zeitpunkt nur etwa 50 Meter von dem Angreifer entfernt befunden haben will.

 

„Danach gab es zwei Explosionen nacheinander“, so Roos weiter. In diesem Moment habe auch der Bewaffnete aufgehört zu schießen und sich versteckt. Später seien noch Schüsse zu hören gewesen. Außerdem habe es noch eine dritte Explosion gegeben.

 
Drei Explosionen sollen sich gegen 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) am Eingang, am Ausgang und am Parkplatz des internationalen Terminals des Flughafens Istanbul ereignet haben. Drei Angreifer schossen laut jüngsten Angaben von dem türkische Premierminister Binali Yıldırım um sich und verübten Selbstmordattentate.

 

Bei dem Terrorangriff sind nach Angaben der türkischen Regierung 36 Menschen getötet und fast 150 verletzt worden. Unter den Opfern seien Türken und vermutlich noch Ausländer.

 

Es gebe Hinweise, dass hinter dem Selbstmordattentat die Terrormiliz Daesh (auch IS, Islamischer Staat) steht, sagte Ministerpräsident Yıldırım laut AFP in der Nacht auf Mittwoch bei einem persönlichen Besuch am Flughafen.