Russland forciert laut Präsident Wladimir Putin eine schnellstmögliche Regelung der Ukraine-Krise und sieht Beschuldigungen als unzulässig an, Moskau verzögere den Regulierungsprozess.

 

„Wir wollen ganz aufrichtig, dass die Ukraine-Krise möglichst schnell geregelt wird“, sagte Putin bei einem Botschafter-Treffen. Moskau sei bereit, dazu weiter sowohl mit den USA als auch mit der Normandie-Vier zusammenzuarbeiten.

 

In der Ukraine wolle Russland vor allem „einen guten Nachbar“ sehen, „einen berechenbaren, zivilisierten Partner, der vor allem auch mit sich selbst in Frieden lebt“.

 

„Dafür muss Kiew endlich begreifen, dass ein direkter Kontakt mit dem Donbass, mit Donezk und Lugansk, unumgänglich ist, ebenso die Implementierung aller Minsker Vereinbarungen (die Kiew auf sich genommen hat – Anm. der Red.), und zwar als Gesamteinheit“, so der russische Präsident.

 
In diesem Zusammenhang sei es unzulässig, die Regelung der Krise in die Länge zu ziehen und anderen der Verzögerung zu beschuldigen, vor allem Russland.

„Das wird zu einer Verschlechterung der ohnehin ungesunden Situation auf dem europäischen Kontinent führen“, warnte Putin.