Die Zeiten, in denen der Mensch am Ast der eigenen Existenz gesägt hat, sind lange vorbei. Mittlerweile ist er dazu übergegangen, den ganzen Wald um sich herum abzufackeln. Der Mensch übertreibt. Auf allen Gebieten. Ihm ist vor allem die Erkenntnis abhanden gekommen, dass er als Teil der Natur nicht ohne eben diese überleben kann. Die Krone der Schöpfung ist eine hohle Nuss, vor allem wenn es darauf ankommt.
 
Menschen leben seit Langem in immer abstrakteren Welten. In Großstädten, mit Gesetzen, Verhalten, Politischen Ideen. Das alles sind keine natürlich vorkommenden Produkte, sondern wurden vom Menschen für den Menschen erdacht und umgesetzt. Dahinter steckte im Kern immer die Idee, sich die Erde untertan zu machen. Gefügig zu machen.
 
Was über Jahrtausende relativ erfolgreich funktionierte, hat spätestens im 21. Jahrhundert seinen Zenit überschritten. Der Mensch neigt dazu, übers Ziel hinauszuschießen. Die Dosis macht das Gift.
 
Egal wie gut ein gesellschaftliches Konzept, eine Idee, eine Technologie auch sein mag, ab Punkt X kommt es zur Überdosis und damit zu einem toxischen Effekt.
 
Hier hilft nur, die Notbremse zu ziehen, eine echte Analyse zu wagen und dann an den Punkt zurück zu rudern, an dem alle aus dem Ruder lief.
 
Älteren Menschen fällt das besonders schwer. Sie kennen nur die Welt, die sie selber geschaffen haben und wollen sich keine andere vorstellen.
 
Also müssen die jüngeren ran. Sie müssen, um es salopp auszurücken, die Karre aus dem Dreck ziehen, denn ihr Überleben hängt davon ab.
 
Alles, was die Alten jetzt noch tun können, ist ihr grandioses Scheitern auf den allermeisten Gebieten einzuräumen. Gut gemeint war schon immer das Gegenteil von gut. Seht euch um.
 
Mathias Bröckers und Sven Böttcher sehen den Status Quo der Spezies Mensch dennoch mit Humor und haben einen extrem kurzweiligen Ratgeber für die nächste Generationen geschrieben.
 
„Die ganze Wahrheit über alles — Wie wir unsere Zukunft doch noch retten können“
 
KenFM traf sich mit Mathias Bröckers, um mit ihm über den Ratgeber zum Überleben unser eigenen Spezies zu sprechen. Es wurde viel gelacht.
 
Fazit: Wir haben kaum eine Chance, aber nutzen wir sie.