Der neue ukrainische Premier Groisman, bläst ins gleiche Horn wie sein Präsident. Die Sanktionen gegen Russland dürfen erst dann wieder aufgehoben werden, wenn die territoriale Integrität der Ukraine wieder hergestellt ist.

 

Russland soll durch die Staatengemeinschaft gezwungen werden, sich auf sein Territorium zurückzuziehen, die Krim muss ebenfalls an die Ukraine zurückfallen, fantasiert Groisman.
 
Der ukrainische Regierungschef Wolodimir Groisman hat eindringlich vor einer Lockerung der Sanktionen gegen Russland gewarnt. «Die Sanktionen müssen so lange aufrechterhalten werden, bis Russland die territoriale Integrität der Ukraine achtet», sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

 

«Dabei setze ich auf die Unterstützung der ganzen zivilisierten Welt.» Die Staatengemeinschaft müsse Russland dazu zwingen, sich auf sein eigenes Territorium zurückzuziehen, forderte Groisman. Auch die Krim dürfe nicht aufgegeben werden.

 

«Wenn sich der Aggressor nicht zurückzieht, stellt sich für alle die Frage: Wer ist der nächste?» Juristisch gesehen bleibe die Krim ukrainisch, so der Regierungschef.

Die Welt müsse zusammenstehen, und Deutschland als europäische Führungsnation spiele eine besondere Rolle. Groisman machte zugleich deutlich, dass er vorerst nicht bereit ist, dem stärker russisch geprägten Osten der Ukraine einen Sonderstatus einzuräumen. «Die Ukraine ist ein einheitlicher Staat. Solange Russland in der Ostukraine den Krieg schürt, sind dort keine Wahlen möglich – und auch keine Selbstverwaltung», betonte er.
 
Auf die Frage, ob er dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Hand geben würde, antwortete Groismann:

 

«Erst einmal müsste sich Putin bei der Ukraine entschuldigen. Die Ukraine ist niemals gegenüber Russland aggressiv gewesen. Ich weiß nicht, was ich den Familien sagen soll, deren Kinder – viele waren Zivilisten – durch russische Waffen getötet wurden.»

 

 

Quelle: Contra Magazin