Stell dir vor, es ist Krieg und einer schaut hin.
 
Bernd Duschner ist Versicherungsvertreter. Er lebt davon, Menschen Policen zu verkaufen, die immer dann greifen, wenn das Schicksal einen Tiefschlag landen konnte.
 
Krieg ist ein solcher Tiefschlag, nur dass dann keine Versicherung aufkommt. Krieg gilt als höhere Gewalt, um zu verschleiern, dass Krieg von Menschen gemacht wird. Vorsätzlich. Damit hat Krieg mit höherer Gewalt überhaupt nichts zu tun. Krieg ist ein bewusster Akt, keine Naturkatastrophe.
 
Spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg gelten Angriffskriege als völkerrechtswidrig und damit als Schwerverbrechen. Umso unerträglicher war es für Bernd Duschner, als er mitbekam, wie das wiedervereinigte Deutschland sich an den Bombenteppichen gegen den souveränen Staat Jugoslawien beteiligte. Dieser Krieg war der Sündenfall für das mauerlose Deutschland.
 
Das seinerzeit von den Medien verkaufte Feindbild „Serbe“ war die Basis, um über 70 Tage Bomben über großen Teilen Jugoslawiens abwerfen zu können. Die anschließenden Sanktionen richteten weiteren Schaden an. Nur wer wurde da eigentlich geschädigt? Der Staatchef, den man im Westen zum Aggressor erklärt hatte, oder die Zivilbevölkerung?
 
Wir alle kennen die Antwort, nur die meisten von uns sahen diesem Unrecht damals tatenlos zu. Anders Bernd Duschner. Er gründete einen Verein, um Menschen speziell in Serbien zu helfen.
 
Duschner machte sich die Mühe, genau hinzusehen. Er dekodierte die Kriegspropaganda und reagierte mit persönlicher humanitärer Hilfe, zu der er sehr viele Menschen in seiner Stadt Pfaffenhofen ebenfalls animieren konnte.
 
KenFM traf den Mann, der damals in Serbien nicht wegsah und heute Kindern aus Syrien, die dringend medizinische Hilfe benötigen, nach Deutschland holt. Gegen alle Widerstände der Behörden.