Laut einer aktuellen Umfrage wollen 87 Pro¬zent der Deutschen kei¬nen Ur-laub in der Tür¬kei ma¬chen. Zudem fürchten nach den jüngsten Terroranschlägen in Istanbul und Brüssel viele Bundesbürger, dass Ähnliches auch in Deutschland passieren könnte.
 

In einer Emnid-Umfrage für die «Bild am Sonntag» gaben 87 Prozent der Befragten an, dass ein Urlaub in der Türkei für sie in diesem Jahr nicht in Frage komme. Nur 13 Prozent würden in die Türkei reisen.

 

62 Prozent der Befragten rech¬neten mit dem Schlimmsten: Solche Terroranschläge wie in Istanbul oder Brüssel könnten ihrer Meinung nach auch an deutschen Flughafen passieren.

 

In diesem Zusammenhang forderten 57 Prozent, Sicherheitskontrollen vor den Flughafengebäuden in Deutschland einzuführen. 39 Prozent lehnten das jedoch ab.

 

An der Umfrage nahmen 502 Menschen teil. Sie fand am 30. Juni statt, zwei Tage nach dem Terroranschlag auf das Atatürk-Flughafen in Istanbul.

 

Am 28. Juni hatten sich drei Explosionen am internationalen Terminal des Istanbuler Flughafens ereignet. Laut jüngsten Angaben des türkischen Premierministers, Binali Yıldırım, schossen drei Angreifer um sich und verübten Selbstmordattentate.

 

Nach Angaben von Al-Monitor stammen mindestens zwei der Attentäter aus Zentralasien, wahrscheinlich aus Usbekistan und Kirgistan, und sind mit halbautonomen Zellen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, Daesh)verbunden, die sich nicht völlig dem einheitlichen IS-Kommando unterordnen.

 

Verschiedenen Quellenangaben zufolge sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen, darunter 13 Ausländer; 37 Opfer sind bereits identifiziert worden. 239 Menschen wurden verletzt.

 

Bei den Anschlägen auf den Flughafen und die U-Bahn in Brüssel waren am 22. März dieses Jahres 32 Menschen getötet und rund 340 verletzt worden. Zwei Bomben explodierten im Brüsseler Flughafen, eine weitere in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe des EU-Viertels. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation Daesh(auch „Islamischer Staat», IS), die mehrere Gebiete im Irak und in Syrien kontrolliert.

 

Quelle: Sputniknews