Der erste und einzige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, begrüßt die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Russland und der Türkei.

 

Gorbatschow schätzt es nach eigenen Aussagen als positiv ein, dass der russische Präsident Wladimir Putin bei dieser Frage bis zum Ende ausgeharrt und sich der türkische Chef Recep Tayyip Erdogan überwunden und in einer offiziellen Botschaft doch noch für den Abschuss der russischen Su-24 im November über Syrien entschuldigt hatte.

 

Gorbatschow betonte, dass er sich gut in dieser Frage auskenne und sich mit der Lösung der wirtschaftlichen und kulturellen Fragen in den Beziehungen zwischen Russland und der Türkei intensiv befasst habe.

 

„Das ist eine richtige Entscheidung, dass wir dazu zurückkommen. Aber das ist nur dann richtig, wenn wir beginnen, daraus Konsequenzen zu ziehen und zu lernen“, so Gorbatschow. „Die Politik muss dem entsprechen und dem Zeitgeist folgen.“

Am 27. Juni hatte der Presse-Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, mitgeteilt, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Brief an Wladimir Putin gerichtet und der Familie des ums Leben gekommenen Su-24-Piloten sein Mitgefühl und sein tiefes Beileid zum Ausdruck gebracht hätte.