Während Kiew weiterhin die zivile Infrastruktur im Donbass bombardiert, verkündet Präsident Poroschenko weitere Militärhilfen durch die USA. Die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen durch die Ukraine wird wohl nicht angestrebt.
 
Wie Präsident Poroschenko auf seiner Webseite mitteilen ließ, erhielt die Ukraine von den USA 14 neue Radarsysteme, sowie finanzielle Hilfen in Höhe von 335 Millionen Dollar für die militärische Infrastruktur des Landes. Zudem erwartet er zusätzliche 500 Millionen Dollar aus Washington, die in das marode ukrainische Militär gesteckt werden sollen.

 

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte bereits früher erklärt, dass die Vereinigten Staaten der Ukraine seit 2014 bereits mehr als 600 Millionen Dollar für militärische Zwecke zur Verfügung gestellt haben. Damit dürfte die gesamte Militärhilfe der USA wohl noch in diesem Jahr die Marke von 1 Milliarde Dollar übersteigen.
 
Angesichts dieser finanziellen Unterstützung für das ukrainische Militär wird klar, dass die jüngsten Differenzen zwischen Washington und Kiew offenbar nur ein kleines Geplänkel waren, um Moskau so in die Irre zu führen. Anstatt die ukrainische Führung dazu zu drängen, die Vereinbarungen von Minsk einzuhalten, wird der Militärapparat des Landes gestärkt, damit die Vorstellungen einer militärischen Eroberung der abtrünnigen Gebiete im Osten des Landes durch die regierungstreuen Truppen und die rechtsextremen Milizen verwirklicht werden können.

 

 

Von Marco Maier