Rebellengruppen in Syrien, die gegen das Assad-Regime kämpfen, begehen Kriegsverbrechen. Dies geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor.
 
Die Gruppierungen sollen willkürlich Rechtsanwälte, Journalisten und Kinder festgenommen und gefoltert haben, heißt es in dem Bericht.

 

Syrische Zivilisten seien unter der Herrschaft der Rebellen einer „erschreckenden Welle“ von Entführungen, Foltern und Morden ausgesetzt, so Amnesty International.

 

„Viele Zivilisten leben in anhaltender Furcht vor Entführung, wenn sie das Verhalten der herrschenden bewaffneten Gruppen kritisieren oder gegen die strengen Regeln verstoßen, die manche Gruppen verhängt haben“, sagte Philip Luther,  Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms von Amnesty.

 

„Bewaffnete Gruppierungen können in den von ihnen kontrollierten Stadtgebieten in Aleppo und Idlib ohne Furcht vor Strafe Kriegsverbrechen verüben und unbestraft gegen die Normen des humanitären Völkerrechtes verstoßen“, fügte Luther hinzu.

 

Die Menschenrechtler dokumentieren in dem Bericht Menschenrechtsverletzungen von fünf im Norden Syriens agierenden Oppositionsformationen. Es geht dabei um die Al-Nusra-Front (Al-Qaida-Ableger), Ahrar al-Scham, Nureddin Sinki, Levante-Front und Division 16.

 

Dem Bericht liegen 24 Fälle von Menschenraub in den Jahren 2012-2016 sowie fünf Fälle von Folter zugrunde, die von den Gruppierungen begangen wurden, die gegen das Assad-Regime kämpfen.