Der Verteidigungsausschuss des britischen Parlaments hat angesichts der „von Russland ausgehenden Gefahr“ die Nato dazu aufgerufen, ihr Verteidigungsniveau zu steigern, das Mäßigungssystem zu revidieren und dabei den Dialog mit der russischen Regierung nicht auszuschließen.

 

Die Nordatlantische Allianz solle ihr Verteidigungssystem wiederherstellen, das Mäßigungssystem revidieren und dabei einen Dialog mit Moskau eingehen, heißt es in dem jüngst veröffentlichten Bericht „Russland: Auswirkungen auf Verteidigung und Sicherheit des Vereinigten Königreichs“.

 

Die Teilnehmer des Nato-Gipfeltreffens sollen dem Papier zufolge „aus einer Position der Stärke heraus“ den Dialog mit Russland pflegen.

 

„Der Dialog zwischen der Nato und Russland ist notwendig, um das Risiko einer militärischen Eskalation sowie von Missverständnissen zwischen den beiden zu minimieren (…). Wir unterstützen die Wiederbelebung des Nato-Russland-Rates als einen wichtigen Schritt zur Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Russland und dem Westen, auch wenn er nur eingeschränkte Ergebnisse bringt“, so der Bericht.

 

Angesicht der erhöhten Präsenz von Nato-Truppen im Baltikum warnt der Verteidigungsausschuss vor möglichen Missverständnissen oder Vorfällen an der russischen Grenze und ruft die Allianz-Führung dazu auf, Russland beim Nato-Gipfel in Warschau mit einzubeziehen und bei allen Entscheidungen Transparenz anzustreben.

 

Gleichzeitig wird die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Russland in Bereichen wie Terrorbekämpfung unterstrichen.

 

Das Nato-Gipfeltreffen findet am 8. und 9. Juli in Warschau statt. Für den 13. Juli ist ein Treffen des Russland-Nato-Rates geplant.

 

 

Quelle: Sputniknews