Norbert Hofer, der Präsidentschaftskandidat von der Freiheitlichen Partei Österreichs, will nach eigenen Worten so schnell wie möglich Russland besuchen. In einem Exklusiv-Interview mit Sputnik betonte er am Montag, dass eine positive Zukunft, auch Europas, nach seiner Überzeugung nur in guter Freundschaft mit Russland möglich ist.

 

Er habe überhaupt keine Freude mit den Sanktionen, die immer noch aufrecht erhalten bleiben, weil sie einfach nur der Wirtschaft schaden. Hofer bezog sich auf viele Gespräche mit österreichischen Landwirten, die er in den letzten Wochen geführt hat. Die Landwirte leiden massiv unter diesen Sanktionen und man frage sich, wem die Sanktionen dienen sollen, stellte er fest.
Wenn er die Stichwahl gewinnen und die Präsidentschaft im Land übernehmen würde, würden die traditionell allseitigen österreichisch-russischen Beziehungen weiter ausgebaut, ist der FPÖ-Kandidat sicher – nicht zuletzt weil auch seine Partei sehr gute Kontakte zu Russland pflege. Er würde sich sehr freuen, die Russische Föderation sehr bald  besuchen zu können, fügte er hinzu.

 

Vor einigen Jahren hat Hofer nach eigenen Worten eine Dokumentation gesehen, als Wladimir Putin in Dresden in der wiedererrichteten Kirche eine viel beachtete Rede gehalten hat. Und er hat auch dort gesagt, dass «Russland Freund Deutschlands ist“.

 

Diese Freundschaft, fügte Norbert Hofer hinzu, müsse von allen gepflegt werden, obwohl es natürlich auch Probleme zwischen den Staaten gibt. Dies sei ganz normal.

 

„Aber doch muss immer die Freundschaft im Vordergrund stehen, weil wir niemals unsere Geschichte vergessen dürfen und niemals vergessen dürfen, was wir Russland verdanken“.

 

Man darf nie vergessen, wie viele Russen bei der Befreiung Österreichs Ende des Zweiten Weltkrieges ihr Leben gelassen haben, fügte er hinzu.

 

 

Interview: Igor Belov