Nachdem Russland und die Türkei ihre Beziehungen wieder aufgenommen haben, sollte nun auch Washington den neuen „Kalten Krieg“ beenden und sein Verhältnis zu Russland verbessern, wie die Zeitschrift „Forbes“ schreibt.

 

„Ein Konflikt zwischen Moskau und Ankara wegen des Bürgerkrieges in Syrien wäre einfach Wahnsinn. Ein solcher Kampf würde zu einer Katastrophe führen, sobald die USA und die Nato einbezogen würden“, heißt es bei Forbes. Nun sollten Amerika und Russland besser ihre Arbeitsbeziehungen wiederherstellen.

 

Die Administration von US-Präsident Barack Obama sollte sich dabei ein Beispiel an der Türkei nehmen und gegenüber Russland Zugeständnisse machen. Moskaus Politik in Bezug auf Georgien und die Ukraine sei für die USA zwar unerwünscht, aber kaum bedrohlich, hieß es.

 

Diese beiden Staaten hätten auch früher lange Zeit unter der Kontrolle Moskaus gestanden und befänden sich darum immer noch in Russlands Interessenbereich. Dabei hätten weder Tiflis noch Kiew irgendwann eine Bedeutung für die Sicherheit der USA gehabt.

 

Die Selbstherrlichkeit der USA habe „Moskaus Paranoia“ noch verstärkt. Beispielsweise konnte Russland die Nato-Erweiterung an seinen Grenzen und die „Absorption“ früherer Sowjetrepubliken nicht denn als Aggressionen wahrnehmen. Außerdem mischte sich die Nato in innere Angelegenheiten der Ukraine sowie den Sturz des legitimen Präsidenten Wiktor Janukowitsch ein, der gute Beziehungen zu Moskau gepflegt hatte.

 

„Man kann sich die Reaktion Washingtons vorstellen, wenn Russland sich in Mexiko so verhalten würde“, hieß es im Artikel weiter.

Moskaus Verhalten sei nicht nur nicht verwerflich, sondern sogar verständlich. Es sei eindeutig, dass Russland keinen Angriff auf Europa plane, geschweige denn auf die USA. Präsident Wladimir Putin wolle einfach, dass man sein Land und dessen Sicherheit mit Respekt behandle.

Es gäbe viele Bereiche, wo Moskau und Washington konkret zusammenarbeiten könnten, wie zum Beispiel die Regelung der Syrien-Krise, die Bekämpfung der Terrormiliz Daesh („Islamisher Staat“), die Lage mit dem Iran und Nordkorea, hieß es weiter.