Der Befehlshaber der US-Luftstreitkräfte in Europa und Afrika, General Frank Gorenc, hat den Professionalismus russischer Piloten gelobt, wie die Zeitung Air Force Times am Mittwoch schreibt.

 

„Wir haben oft mit russischen Piloten im internationalen Luftraum zu tun. Obwohl ihre Abfangaktionen professionell sind, gibt es manchmal Fragen zum Vorgehen einzelner Crews, wenn man einfach schreien will ‚Was machen Sie da?‘“, so Gorenc.

 

Besondere Besorgtheit rufe die maximale Annäherung russischer Jagdflugzeuge an US-amerikanische Jets beim Pentagon hervor.

 

So soll beispielsweise ein russisches Kampfflugzeug des Typs Su-27 im Januar 2016 ein gefährliches Manöver in der Nähe des amerikanischen Aufklärungsflugzeugs RC-135U über dem Schwarzen Meer unternommen haben. Die US-Maschine hat nach US-Angaben einen Routineflug im internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer, nur 30 Meilen von der russischen Küste entfernt, unternommen.

 

Ferner war mitgeteilt worden, dass die russische Luftwaffe vor der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka ein Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeug vom Typ P-8 Poseidon der US Navy abgefangen hätte.

 

Damals hatte das Pentagon das Abfangmanöver russischer Piloten als „gefährlich und unprofessionell“ bezeichnet.

 

In dem AFT-Artikel wird auch ein namentlich nicht genannter Sprecher der US-Luftwaffe zitiert, demzufolge US-Piloten speziell ausgebildet würden, um sich beim Abfangen richtig zu verhalten.  So sollten die Piloten auf jegliche Manöver verzichten, ihren Flug weiter fortsetzen und „maximal vorausschauend“ handeln.

 

Russlands Verteidigungsministerium hatte mehrmals betont, dass die Piloten der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte allen internationalen Regeln zur Nutzung des Luftraumes nachkämen.

 

 

Quelle: Sputniknews