Der montenegrinische Abgeordneter und einer der Spitzenführer der Opposition «Demokratische Front» Milan Knezevic kommentierte die Prügelei im Parlament. Er ist der Meinung, dass was passierte, spricht nur dafür, dass im Land eine akute Spaltung bezüglich der Frage NATO-Beitritts von Montenegro gibt.

 

„»Demokratische Front» gewinnt täglich Popularität von den Bürgern, die die Veränderungen im Land möchten, sowie ein Referendum über den Beitritt zur NATO», sagte Knezevic.

 

«Nach den Oktober-Wahlen wird „Demokratische Front“ ein Referendum über NATO-Beitritt abhalten. Die nächsten Schritte werden die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, und den Entzug der Anerkennung der Unabhängigkeit von Kosovo sein», fügte er hinzu.

 

Nach Knezevic ist die aktuelle Mitgliederbestand des Parlament, welche sich schließlich erst Anfang 2016 gebildet hat, wurde genau für die Entscheidungsfunktion bezüglich der NATO gesammelt. Zugleich sind die Bürger von Montenegro kategorisch gegen den Beitritt zur Militärbündnis, glaubt der Politiker.

 

«Damit Montenegro in die NATO beitreten könnte, sollen die Vereinbarung die Parlamenten aller Länder der Allianz ratifizierten. Dann wird die Entscheidung über den Beitritt entweder durch eine Abstimmung im Parlament oder durch ein Referendum getroffen werden“, erinnerte Knezevic.

 

Zuvor hatte die Partei von Milan Knezevic die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, wonach die Mehrheit der Montenegriner gegen die NATO sind.