Das Parlament der Toskana hat einhellig für die Resolution zur Aufhebung der Russland-Sanktionen gestimmt und sich damit der Reihe anderer italienischer Regionen angeschlossen, die der Sanktionen müde sind. Initiative-Autor Manuel Vescovi, Chef der rechtspopulistischen Lega Nord-Partei, sprach in einem Interview mit Sputnik zu der Thematik.

 

Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ergreifen die Italiener die Initiative und üben Druck auf die Regierung des Landes aus, um die Russland-Sanktionen aus dem Weg zu räumen, so Vescovi.
Er bezeichnet die Sanktionen als einen Wahnsinn, der nur damit zu vergleichen sei, dass sich jemand die Hände abhackt, um nicht zu viel zu essen. Sich von Russland zu distanzieren sei zudem ein doppelter Wahnsinn, weil es sich dann andere Märkte suchen werde und nicht mit verschränkten Armen dasitze, fügte der Politiker hinzu.

 

„Auf nationaler Ebene hoffe ich, dass Premier Renzi zurücktritt und die neue Regierung noch engere Beziehungen mit Russland aufbaut als zuvor“, so Vescovi.

 

Die Toskana leidet sehr unter den Sanktionen. Die Region pflegte gute Kontakte zu Russland und lieferte Kleidung, Lebensmittel, Manufakturwaren. Russland war der Hauptpartner der Toskana in der Touristenbranche sowie beim Waren- und Kulturaustausch.

 

„Renzi war nie als Geschäftsmann tätig, er versteht die Probleme der Unternehmer nicht, und sie gehen Bankrott“, schloss der Initiative-Autor.