Die Nato soll in den nächsten fünf Jahren 64 Millionen Euro für den Aufbau ihrer Infrastruktur in Estland bereitstellen, schreibt die Zeitung Eesti Paevaleht am Montag.

 

„Die Regierung Estlands beschloss bereits früher, mehr als 60 Millionen Euro für den Bau von Kasernen für ihre Verbündeten im Militärstädtchen Tapa sowie für den Bau von Lagerhäusern für Kriegsgerät und von Übungsgeländen bereitzustellen. Doch nach der Beschlussfassung über einen wesentlichen Ausbau der militärischen Präsenz der Verbündeten Kräfte in Estland stellte sich heraus, dass die genannten Geldmittel offensichtlich nicht ausreichend sind. Daher sollen in den nächsten fünf Jahren weitere 64 Millionen Euro aus dem Nato-Haushalt bereitgestellt werden“, so das Blatt.

 

Der jüngste Nato-Gipfel in Warschau hatte am Freitag die bisher größte Verstärkung ihrer Ostflanke beschlossen. Die Allianz will im Jahr 2017 in den Baltischen Ländern und in Polen vier multinationale Bataillone stationieren. Sie sollen jeweils 800 bis 1.200 Mann stark sein.