Russische Militärs haben etwa zwei Tonnen humanitäre Hilfsgüter in eine schwer zugängliche Region der syrischen Provinz Latakia geliefert, wie ein Vertreter des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Kyrill Sawin, erklärte.

 

Die Bewohner des syrischen Dorfes Aramo bekamen Fisch- und Fleischkonserven, Mehl und Lebensmittelpakete. Außerdem haben russische Militärärzte eine mobile Krankenstube vor Ort eingerichtet und leisteten allen Bedürftigen Hilfe.

 

Wie der Vertreter der örtlichen Behörden, Muhammad Dwaj, erklärte, werden Fleisch und Schalenfrüchte gegenwärtig besonders benötigt, besonders in den relativ isolierten Bergregionen. Als sich die Terrormilizen der Siedlung näherten, flohen Frauen und Kinder aus Aramo nach Latakia. Die Männer organisierten eine Volkswehr und schafften es, die Terroristen von der Siedlung fernzuhalten.

 

„Wir, Männer, die kampftüchtigen Menschen, sind geblieben. Wir hielten unsere Positionen und ließen die Milizen nicht in die Siedlung. Ich hielt selbst das Gewehr in den Händen und beschützte mein Haus, mein Land, bis die syrische Armee eintraf und unterstützt durch russische Flugkräfte die Terroristen auf sichere Distanz zurückwarf“, so Dwaj.

Die Volkswehr habe etwa 15 Kilometer vom Dorf entfernt gegen die Dschihadisten gekämpft. Dabei seien insgesamt 20 Bewohner Aramos ums Leben gekommen. Dwaj äußerte auch im Namen des syrischen Volkes seine Dankbarkeit gegenüber Russland für die Hilfe bei der Terrorbekämpfung und für die Lieferung von Hilfsgütern.

Das Leben kehre langsam nach Aramo zurück, so der Dorfsälteste Ibrahim Sharif: Frauen und Kinder, die sich bei Verwandten und Freunden versteckten, würden in ihre Häuser zurückkehren. Die Provinzbehörden stellten die Infrastruktur wieder her und brächten Wasser- und Elektrizitätsversorgung in Ordnung.