Die Ukraine hat einem 66-jährigen deutschen Touristen die Einreise über die Krim verweigert, wie das Grenzschutzamt der Republik Krim meldet.

 

Der Deutsche hatte zuvor Sankt Petersburg, Machatschkala und andere Städte Russlands besucht, bevor er auf die Halbinsel kam, wo er die Grenze zur Ukraine überqueren und sich von dort aus auf den Heimweg machen wollte.

 

„Wie der Rentner später einräumte, hatte er zwar von ähnlichen Vorfällen gegenüber Russen gehört. Ein solches Vorgehen gegenüber Gästen aus Europa hatte er jedoch nicht erwartet», heißt es in der Pressemitteilung.

 

Dabei sah sein Visum keinen weiteren Besuch Russlands vor. So mussten die Grenzschützer der Krim das regionale Amt des Außenministeriums anrufen, damit sich der Rentner einige Stunden später nach Hause per neuem Einfach-Visum nach Hause begeben  konnte.

 

Es war nicht das erste Mal, dass ukrainische Grenzschützer die Freizügigkeit von EU-Bürgern beschränken,  wie der russische Inlandsgeheimdienst FSB, dem auch der nationale Grenzschutzdienst unterstellt ist, mitteilte. Anfang Juni war bereits einer 70-jährigen deutschen Rentnerin die Einreise in die Ukraine über die Krim verwehrt worden. Die Dame hatte sich mit ihrer Tochter treffen wollen.

 

Beim Volksentscheid am 16. März 2014 über den künftigen Status der Halbinsel Krim und der Stadt Sewastopol hatten 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Am 18. März 2014 war der Vertrag über die Wiedervereinigung unterzeichnet worden. Trotz des Volksentscheids betrachtet die Ukraine die Krim weiterhin als Teil ihres Territoriums. Die Resultate des Krim-Referendums haben auch die meisten EU- und Nato-Staaten nicht anerkannt und stattdessen Sanktionen gegen Russland verhängt.