Zwei führende Ausschussvorsitzende des US-Repräsentantenhauses wollen vom Justizministerium untersuchen lassen, ob sich die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton vor dem Kongress des Meineids schuldig gemacht hat, wie die Agentur Reuters meldet.

 

Das entsprechende Schreiben mit der Forderung neuer Ermittlungen haben Jason Chaffetz, Vorsitzender des Komitees für Aufsicht und Staatliche Reform, und Bob Goodlatte, Vorsitzender des Komitees für juristische Angelegenheiten, unterzeichnet. Chaffetz forderte außerdem Zugang zu den FBI-Beweisen im Fall Clinton. Beide Unterzeichner stammen aus der Partei der Republikaner.

 

Die vom FBI gesammelten Beweise über Clintons Nutzung ihres privaten Mailservers für dienstliche E-Mails „scheinen mehreren Aspekten ihrer beeideten Aussage direkt zu widersprechen», schrieben die republikanischen Abgeordneten in einem Brief an die Staatsanwaltschaft.

 

Zuvor hatte der FBI-Direktor James Comey erklärt, es gebe keine Beweise dafür, dass die erforderlichen Datenschutzmaßnahmen absichtlich unterlassen worden seien. Der Verdacht des Landesverrats habe sich nicht bestätigt. Er empfehle, kein Ermittlungsverfahren gegen Clinton einzuleiten, so Comey. Die endgültige Entscheidung darüber bleibe jedoch dem Justizministerium vorbehalten.