Das geltende Waffenembargo gegen die libysche Armee muss im Sinne des Kampfes gegen den Terror aufgehoben werden, wie der UN-Sondergesandte für Libyen, Martin Kobler, im RIA-Novosti-Interview erklärte.

 

„Das kann für die Truppen getan werden, die (der amtierende Premierminister Fajes – Anm. d. Red.) al-Sarradsch kontrolliert. Selbstverständlich unterstütze ich diese Initiative. Der Kampf gegen den Terrorismus erfordert Waffen, moderne Waffen. Keine geschmuggelten, die alt und nicht intakt sein können. Sehr wichtig ist es auch, reguläre Armeeeinheiten zu haben, die ich persönlich noch nicht sehe. Eine einheitliche libysche Armee existiert heute nicht“, so Kobler.

 

Der UN-Diplomat ist überzeugt, dass das Waffenembargo aufgehoben werden sollte – allerdings nur für diejenigen Partner, die die politischen Vereinbarungen zu Libyen einhalten und zur einheitlichen Armeestruktur gehören, welche die Vertreter der westlichen, östlichen und südlichen Landesregionen vereinigt.

 

„Das Embargo muss vom Sicherheitsrat aufgehoben werden. Aber zuvor muss er Garantien erhalten, dass es um die Einheiten der regulären Armee geht, die ihre Waffen gegen die Terroristen und keinen anderen richten. Dass sie ihre Waffen zum Kampf gegen die Kämpfer einsetzen“, so Kobler weiter.

Mitte Juni verlängerte der UN-Sicherheitsrat zur Unterstützung der nationalen Einheitsregierung das Mandat der UN-Mission in Libyen mit Martin Kobler an der Spitze um weitere sechs Monate – bis zum 15. Dezember 2016. Wegen der instabilen Lage im Land hat die UN-Mission zeitweilig ihren Sitz in Tunesien.

 

Quelle: Sputniknews