Die «Assistant Secretary of State» Victoria Nuland hat ihren Kurs hinsichtlich der Länder des ehemaligen Jugoslawien eingeschlagen. In den letzten drei Tagen besuchte sie Serbien (separat — Belgrad und Pristina) und Mazedonien.

 

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Der politischer Hintergrund dieser Besuche ist klar: Serbien ist ein Kandidat für die Mitgliedschaft in der EU, aber es ist eines der wenigen Länder in Europa, das sich der Einführung von antirussischen Sanktionen und der allgemeinen Verschlechterung der Beziehungen mit Moskau, entgegensetzt hat. Und in Mazedonien bricht eine neue lange politische Krise aus, die auch innerhalb des Landes offen als Farbige Revolution bezeichnet wird.
 
In Belgrad wurde Victoria Nuland als «lieber Gast» begrüßt. Sie hielt Treffen mit den Behörden, darunter mit dem Premierminister Aleksandar Vucic und Außenminister Ivica Dacic, sowie mit den Leitern der öffentlichen Organisationen, natürlich «prowestlich-stehend» ab.
 
Der Besuch der US-amerikanischen Politikerin bewertete in einem Interview mit NewsFront-Serbien, Ivan Iwanowitsch, der Chef der serbischen Nationalbewegung «Unsere», einer patriotischen Organisation, die sich einer westlichen Intervention in die Angelegenheiten des Landes entgegengesetzt. In seinem Artikel «Plätzchen von Victoria Nuland,» erinnerte er sich an den berühmten Besuch der Amerikanerin beim ukrainischen «Maidan» und stellte, dass der Grund für den Besuch die Sorge der USA, über die wachsenden pro-russischen Stimmungen in Serbien ist.
 
In einem Interview mit NewsFront-Serbien sprach Ivan Iwanowitsch über die Rolle des Balkans in der globalen Situation sowie über die Herausforderungen, vor deren Serbien sich im Hinblick auf westliche Einfluss auf die Politik des Landes gestellt seiht

 

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NewsFront: Victoria Nuland besuchte Belgrad, davor besuchte sie Pristina, jetzt fährt sie nach Mazedonien. Womit ist so viel Aufmerksamkeit hinsichtlich des Balkans nach Ihrer Einschätzung verbunden?
 
Der Balkan spielen eine bedeutende Rolle in den geopolitischen Feinheiten, die jetzt stattfinden. Die Amerikaner verstehen dies und deshalb versuchen um jeden Preis den Balkan zu destabilisieren, sowie die Beziehungen einiger Länder mit Russland zu schwächen. Dies ist am besten am Druck auf die Republik Srpska zu sehen, sowie an den Proteste in Mazedonien, wo, nach Meinung vieler Analysten, ein Versuch gestartet wird, den Premierminister Nikola Gruevski, ein Fan von engeren Beziehungen mit Russland, zu ersetzen. Ähnliche Geschehnisse kommen nach und nach auch nach Serbien, und es ist offensichtlich, dass der Westen so einfach die Überlegenheit in Bezug auf einige Balkanländer Russland nicht geben wird.
 
 
NewsFront: Nuland sagte in Belgrad, dass sie nichts Böses an den guten Beziehungen Serbiens mit Russland sieht, aber sie hat darauf hingewiesen, dass sie Serbien auf seinem Weg in die europäische Integration unterstützt. Was denken Sie, ist es möglich, Freund mit Russland sein, aber zugleich auch weiterhin in die EU beitreten?
 
Die Erklärungen von Kabinett des Premierministers von Serbien Aleksandar Vucic sind nur schizophren. Wer zumindest etwas in der Politik versteht, dem ist es klar, dass dies unmöglich ist. Die EU-Beamten verlangen ständig, dass Serbien seine Außenpolitik mit der Europäischen Union «vereinbart», «in der Übersetzung» bedeutet dies, dass Serbien die gleiche Position gegenüber Russland einnehmen soll, wie die anderen EU-Länder. Also wird die Politik, die Vucic durchzuführen versucht, nicht lange dauern. Er muss sich entscheiden.
 
 
NewsFront: Noch im Rahmen des Besuchs hat man vom «Dialog mit Belgrads und Pristina» gesprochen. Nuland, nebenbei bemerkt, war sehr vorsichtig in den Erklärungen, die im Zusammenhang mit den Problem hinsichtlich des Kosovo (insbes. Metohija) stehen. Welche Rolle wird eigentlich der serbischen Provinz in den Verhandlungen über die europäische Integration gegeben?
Dies ist eine Schlüsselfrage, welche Premierministers Vucic verfolgt, seit dem er an die Macht kam. Vucic unterzeichnete den Vertrag von Brüssel, der tatsächlich der «Kosovo» eine Chance für den Eintritt in internationale Organisationen eröffnete. Dies bedeutete eine stillschweigende Anerkennung des Pseudostaats. Dies ist der Grund, wofür Vucic mit Hilfe der westlichen Strukturen an die Macht kam. Sie brauchten jemanden, der ihre Anforderungen in nur wenigen Jahren an der Macht erfüllen wird. Serbien spricht mit der EU nicht als integraler und souveränen Staat, zu dem Kosovo (und insbesondere Metohija) gehören, und nach EU-Beamten sollen Serbien und «Kosovo» zusammen der EU beitreten, und einander auf diesem Weg nicht stören.
 
 
NewsFront: In Belgrad traf sich Nuland mit den Aktivisten der öffentlichen Organisationen. Und Ihre Bewegung tritt für die Unabhängigkeit des serbischen öffentlichen und politischen Lebens von den Westmächten ein. Erzählen Sie uns mehr über Ihre Initiative, gemäß dem Gesetz «Über ausländische Agenten», wie es funktionieren könnte?

 

«Unsere» (Bewegung) hat als Erstens gegenüber Serbien das Angebot angekündigt, dass alle NGOs mit westlichen Finanzierung, die in der Politik engagiert werden, als «ausländischen Agenten» gekennzeichnet werden. Dies machten später bei sich die USA, und später auch Russland und China. In Serbien können Sie sehen, wie viele NGOs, welche aber in der Tat CIA-Strohmänner sind, die serbische Politik und die Beziehungen zu Russland zu beeinflussen versuchen. Auch können diese Organisationen an kriminellen Aktivitäten sowie Staatsstreiche und farbigen Revolutionen beteiligt sein. Daher muss man ihre Aktivitäten so schnell wie möglich im Rahmen der Verfassung von Serbien geben und ein Gesetz über «ausländische Agenten» annehmen, damit ihre Anwesenheit streng geregelt wird.
 
 
NewsFront: Bald wird in Belgrad eine Kundgebung der Initiativgruppe «Wir werden Belgrad nicht her geben» stattfinden. Über diese , oder besser gesagt, über die Organisatoren, herrschen widersprüchlichen Meinungen. Was denken Sie über diese Demonstrationen?
 
Die Initiativgruppe «Wir werden Belgrad nicht hergeben» besteht aus anarchistischen Organisationen, NGOs und sogar die LGBT-Bewegung. Der Grund für das Treffen war die kriminelle Entscheidung, das Gebäude in Savamala abzureißen. Dies verdient eine Verurteilung, und hinter dieser steckt die Macht der Stadt Belgrad. Unterdessen begannen die Mitarbeiter der US-Botschaft in den Sitzungen zu erscheinen, sowie verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die über alles reden, außer über den Abbruch des Gebäudes. Diese Organisation hat einen Zweck, den Druck auf die serbischen Behörden wegen der vage Politik mit Russland auszüben. Der Westen versucht damit Vucic zu zeigen, dass es für Sicherheitsdiensten nicht schwierig sein wird, die kritische Masse für die Durchführung der Revolution und den Sturz der Regierung zu generieren, welche den USA und ausländischen Agenten aus dem Ruder läuft.

 

 

Von Oksana Sazankowa, NewsFront-Serbien

 

 

 

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